Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

25.05.2018, 09.51 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Gomel-Kinder kommen: „Kinderherzen“ bittet um Unterstützung

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Viele strahlende Gesichter: Bärbel Krause-Heinrichs inmitten ihrer jungen Gäste aus Weißrussland. Auch in diesem Jahr holt die Vorsitzende des Cronenberger Vereins „Kinderherzen“ wieder Kinder aus der Gomel-Region zu einem Erholungsaufenthalt nach Wuppertal. -Foto: Meinhard Koke

Wenn unsereins seinen Traumurlaub plant, dann geht es vielfach um exotische (Fern-)Ziele. Als Urlaubsdomizil ist sicherlich auch Wuppertal exotisch, aber auch ein Traumziel? Wohl eher nicht – und doch: Für die 50 Urlauber, die am 20. Juni an der Wupper erwartet werden, sind die vier Wochen in der Stadt die schönsten des Jahres. Gemeint sind 40 Kinder und zehn Betreuer aus dem weißrussischen Kinderheim Zhemschuznahja – auf Einladung des Cronenberger Vereins „Kinderherzen“ (die CW berichtete mehrfach) werden sie einen Monat in der „Traumstadt“ Wuppertal verbringen.

Ein „Traum“ sind die vier Wochen an der Wupper, weil die 48 Wochen daheim zwar kein Alptraum, aber alles andere als einfach sind: Die Bedingungen in dem weißrussischen Kinderheim sind karg, weiß „Kinderherzen“-Motor Bärbel Krause-Heinrichs durch ihre jährlich zwei Besuche nur zu genau. Die Bedingungen hätten sich zwar verbessert, so die Kuchhauserin, die sich seit rund 20 Jahren um das Kinderheim kümmert.

Erholung von Mangel-Alltag und Strahlenbelastung

Aber es fehlt immer noch an vielem, wie zum Beispiel Bekleidung. Vor allem aber mangelt es an unverstrahlten Lebensmitteln, denn das Kinderheim liegt in der Gomel-Region, die durch den Atom-Gau von Tschernobyl vor 32 Jahren am stärksten geschädigt wurde. Unverstrahltes Obst und Gemüse ist zwar erhältlich in den Läden, aber zu teuer für das Kinderheim – ohnehin von der erhöhten Strahlenbelastung in der Region betroffen, müssen die Kinder also auch „strahlende“ Lebensmittel essen.

Insofern ist die „Kinderherzen“-Einladung nicht einfach nur ein Tapetenwechsel. Die Zhemschuznahja-Kinder können sich im Tal auch von der radioaktiven Belastung erholen und Kraft tanken. Damit das möglich wird, ist „Kinderherzen“ auch in diesem Jahr wieder auf Spenden angewiesen, und zwar mehr denn je. Denn neben der Kosten für den Reisebus aus Weißrussland, für den allein 7.500 Euro fällig werden, haben sich die Versicherungskosten mehr als verdoppelt – über 3.500 Euro muss Bärbel Krause-Heinrichs dafür diesmal hinblättern.

Jeder Euro ist willkommen: Bitte um Spenden

Und damit sind noch nicht die Verpflegung bezahlt, die Ausflüge ins Schwimmbad oder auch die Fahrt in den Freizeitpark und der Tag an der Nordsee, welchen Bärbel Krause-Heinrichs als den Höhepunkt jährlich möglich macht – weil die Kinder ja sonst wohl niemals das Meer sehen würden… Um das auch in diesem Sommer für die weißrussischen Kinderheim-Kinder finanzieren zu können, bittet die „Kinderherzen“-Chefin herzlich um Spenden – jeder einzelne Spenden-Euro ist hilfreich und willkommen!

Infos & Kontakt

Spenden können auf das Konto des gemeinnützigen Vereins „Kinderherzen“ bei der Stadtsparkasse Wuppertal mit der IBAN DE41 3305 0000 0000 2291 38 eingezahlt werden. Gerne nimmt Bärbel Krause-Heinrichs auch Sachspenden an, besonders benötigt werden Bekleidung, Schuhe und Unterwäsche für die Kinder und Jugendlichen im Alter von 7 bis 17 Jahren. Infos und Hilfsangebote nimmt Bärbel Krause-Heinrichs unter Telefon (01 73) 5 13 28 67 entgegen.