Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

13.06.2018, 21.46 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

3. Cronenberger Restaurant Day: „Es hat wirklich Spaß gemacht“

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Restaurant-Day-Auftakt beim Ehepaar Cox am Küllenhahner Bahnhof… -Foto: Meinhard Koke

Auch beim 3. Restaurant Day in Cronenberg war es wieder lecker und kulinarisch bunt. Zehn Privat-Restaurants öffneten für ein paar Stunden, Hungrige konnten sich vom Küllenhahn bis zum Sudberg „durchfuttern“ und eine appetitliche Vielfalt vom Frühstück bis zum Abendessen und von herzhaft bis süß genießen.

Als gutes Omen erwies sich am Vormittag das Angebot von Jenny und Markus Cox: Ihr „Stullen-Stopp“ sorgte dafür, dass es so lebendig am Küllenhahner Bahnhof war wie einst, als der Samba hier noch fuhr – der Restaurant-Day-Auftakt machte den Bahnhof wieder zum Küllenhahn-Nabel. Ob Jogger, Fahrradfahrer oder Spaziergänger und „Restaurant-Day-Bummler“ – viele legten einen Stullen-Stopp ein und genossen leckere Stullen mit Ei und Kresse, Cheese ’n Onions oder Thunfisch und Frischkäse.

„Kröppels“ statt Panhas beim Feuerwehr-Koch

Die Auftakt-Station war aber nicht nur lecker, sondern auch praktisch: Schließlich konnte man sich beim Cox E-Bike & Service über Elektroräder informieren und/oder bei Stephan Schaller und seinen Mitstreitern direkt ein Gebrauchtrad kaufen: Sie machten nämlich Zweiräder aus der 1. Cronenberger Fahrradbörse wieder flott, sodass man gegen eine Spende direkt mit dem eigenen Drahtesel zur nächsten Restaurant-Station weiterradeln konnte.

…und Schlusspunkt am „Firefood-Grill“ bei der Familie Becker am Hensges Neuhaus. -Foto: Meinhard Koke

…und Schlusspunkt am „Firefood-Grill“ bei der Familie Becker am Hensges Neuhaus. -Foto: Meinhard Koke

Ebenfalls am späteren Vormittag lud die Freiwillige Feuerwehr Cronenberg (FFC) zu „Bergisch mit Blaulicht“ ein. In der Kemmannstraße stand FFC-Koch Frank Klingenhöfer am Grill und servierte die „unblutige“ Panhas-Variante „Kröppels“ mit Salat. Dazu gab es kalte Getränke zum Löschen des Durstes. Gerne zeigte man den Gästen auch die Wache – „es hat allen geschmeckt und Spaß gemacht – eventuell 2019 wieder“, so Frank Klingenhöfer begeistert.

Begeistert: Lebenshilfe-Wohngruppe als „Restaurant-Surfer“

In der Berghauser Straße lud Familie Heinson/Stein zu „Aber bitte mit Sahne!“ ein. Hier hatten die Gastgeber Crêpes in süßen und herzhaften Varianten mit Cidre vorbereitet – Gilberte Stein hat schließlich französische Wurzeln. Den Gästen mundete es, auch dank des schönen Wetters, im Garten besonders gut. Zwei weitere der zehn Restaurant-Day-Adressen befanden sich in der Händelerstraße. Am Nachmittag lud das Jugendhaus Cronenberg zum Kaffeetrinken ein: Der Fördervereins-Vorstand hatte fleißig Kuchen gebacken und kam dennoch ins Schwitzen, weil die kleinen und großen Besucher auch viel Appetit auf Waffeln hatten: Nach der ersten Stunde war ein Kilo Teig verarbeitet, zeigten sich die Jugendhaus-Förderer erfreut.

Entspannt saßen die Besucher im Jugendhaus-Café oder in der Sonne auf den Bänken vor der Einrichtung und genossen die süßen Stärkungen – für eine Gruppe der Lebenshilfe war dann allerdings „Feierabend“: Das Jugendhaus war für sie die dritte und letzte Restaurant-Day-Station – „jetzt sind wir erschöpft und gehen ins Wohnheim“, berichtete die Betreuerin: Begeistert von der „Rallye“ möchte die Wohngruppe beim nächsten Kulinaria-Tag ein eigenes Restaurant anbieten.

Nette Gäste: „Die Fahne behalte ich fürs nächste Mal…“

Ein Erfolg war der „Kaffeeklatsch im Jugendhaus“ aber auch für den Vorstand: „Es gab nette Gespräche und wir hatten Gelegenheit, das Haus einer breiteren Öffentlichkeit bekannt zu machen“, freuten sich die Ehrenamtler auch darüber, dass das Spendenschwein „gefüttert“ wurde – „es hat wirklich Spaß gemacht!“

Am Abend war die Händelerstraße mit dem Privat-Restaurant von Beate Hablitzel erneut ein Ziel: „Feuer, Stockbrot und Blackstories“ sorgten hier dafür, dass im Hablitzel-Garten urige Pfandfinder-Atmosphäre herrschte. Das Lösen von Krimis war für Klein und Groß an den beiden Feuern das i-Tüpfelchen, wobei der Stockbrot-Teig nach original italienischer Art, mit Käse oder auch süß, ebenso Anklang fand – die 20 Stöcke waren „gut im Einsatz“: „Es war ein munteres Treiben“, resümierte Beate Hablitzel: Bis zum Einsetzen der Dunkelheit zog Brot-Duft durch die Händelerstraße: „Ich habe mich riesig über meine netten Gäste gefreut – die Fahne behalte ich für das nächste Mal gerne hier…“

Eine der Schluss-Stationen des 3. Restaurant Days in Cronenberg war am Hensges Neuhaus: Kirsten und Rainer Becker luden zu „Fisch, Fleisch & Fruits“ und rund um ihre Feuerplatte brummte es: Zum lauen Finale pilgerten rund einhundert Gäste sogar aus Remscheid und Solingen. Rund um den außergewöhnlichen Firefood-Grill wurde viel über Grillen gefachsimpelt, aber auch viele neue Kontakte geschlossen, freut sich Rainer Becker: „Ich denke, wir konnten die Botschaft des Restaurant Days gut transportieren“ – viele Besucher hätten geäußert, dass sie sich auch vorstellen können, mal als Gastgeber mitzumachen.

Restaurant spendete: 200 Euro fürs Jugendhaus

Ähnliches war auch von den weiteren Restaurants zu hören: Obwohl am Pfingst-Samstag sicher viele verreist waren und es jede Menge Veranstaltungs-Alternativen gab, war auch der dritte Restaurant Day im Dorf ein Erfolg. Und unter anderem auch für die Kasse des Jugendhauses: Die beiden Restaurants von Marianne Taube und Monika Rigoni beziehungsweise Irmlind Pesch und Gila Barthel stifteten ihre Spenden-Einnahmen von insgesamt rund 200 Euro ans Jugendhaus – da strahlten die Gesichter an der Händelerstraße 40 doppelt…

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