Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

25.06.2018, 19.42 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Ring-Verkehr & Co.: Starkes Signal der Dörper Bezirksvertretung

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Seit Mitte Juni kann man sich vor Ort optisch einen Eindruck davon machen: Der Bürgersteig im Bereich der Kreuzung Cronenfeld ist abgerissen und wird zu einer provisorischen Fahrspur umgebaut, welche an der kommenden Baustelle vorbei in Richtung Cronenberg führen wird. Kann das Baustellen-Provisorium dazu genutzt werden, an dieser Stelle eine zweite Fahrspur ins Dorf einzurichten? Einstimmig reichte die Bezirksvertretung nun die „Cronenberg will mehr!“-Idee weiter zur Prüfung an die Stadt. -Foto: Meinhard Koke

Mit drei verkehrlichen Vorschlägen, die im Rahmen der geplanten Fahrbahnerneuerungen durch die Stadt (Hauptstraße, Berghauser Straße, Lindenallee) entstanden waren, befasste sich am Mittwochabend die Bezirksvertretung (BV) Cronenberg. Alle drei Anträge wurden vom Dörper Stadtteilparlament einstimmig zur Prüfung an die Stadt weitergeleitet – ein starkes Signal der (Cronenberger) Geschlossenheit und dem Willen zu Veränderungen!

Zur Idee aus der Initiative „Cronenberg will mehr!“, die laufenden Bauarbeiten an der Kreuzung Cronenfeld dazu zu nutzen, an dem Knotenpunkt eine zweite Fahrspur in Richtung Cronenberg einzurichten, gab es obendrauf eine Überraschung: Auch die CDU-Fraktion stimmte für den Antrag, den die SPD stellvertretend für alle weiteren BV-Fraktionen eingebracht hatte. Nur die Christdemokraten hatten sich zuvor ablehnend geäußert, nun sagte Vize-Bezirksbürgermeister Michael-Georg von Wenczowsky die CDU-Unterstützung zu: „Dieser Prüfauftrag ist sinnvoll.“

Ebenfalls einstimmig passierte der Antrag des Cronenberger Heimat- und Bürgervereins (CHBV) das Stadtteilparlament: Wie mehrfach berichtet, geht es dabei um verschiedene verkehrliche Veränderungen in der Ortsmitte, so die Prüfung eines Ring-Verkehrs, die Verlängerung der Sambatrasse ins Dorf oder auch eine barrierefreie Umgestaltung der Hauptstraße und die Einrichtung eines Parkareals am Ehrenmal. Die Vorschläge beruhen auf einem Gutachten zur Ortskernplanung von 2006 sowie aus den Werkstatt-Abenden von „Cronenberg will mehr!“.

Zudem ohne Gegenstimme wurde ein CDU-Antrag in die Stadt geschickt: In diesem wird die Einrichtung eines Fahrradschutzstreifens auf der Berghauser Straße im Abschnitt zwischen den Einmündungen Möschenborn und Lindenallee vorgeschlagen. Wie Bezirksbürgermeisterin Ursula Abé berichtete, könnten dadurch drei Parkplätze wegfallen.