11.07.2018, 19.43 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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Hürde genommen: Stadtwerke können die Seilbahn-Talstation bauen

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WSW-Chef Andreas Feicht, Oberbürgermeister Andreas Mucke und Bahn-Vorstand Ronald Pofalla (v.l.) bei der Unterzeichnung der Absichtserklärung im Barmer Rathaus. -Foto: Deutsche Bahn AG

Wie bereits in unserer Print-Ausgabe der letzten Woche kurz berichtet: Wuppertaler Stadtwerke (WSW), Stadt und Deutsche Bahn haben sich verständigt, wie es am Hauptbahnhof weitergehen soll. WSW-Chef Ulrich Jaeger, Oberbürgermeister Andreas Mucke und Ronald Pofalla, Infrastruktur-Vorstand der Deutschen Bahn AG, unterzeichneten dazu am vergangenen Freitag, 6. Juli 2018, einen „Letter of Intent“.

Das Seilbahn-Projekt ist in der Absichtserklärung ein Kernpunkt. Anders als zuvor beabsichtigt, sagt die Bahn darin zu, dass sie ihre Gebäude am Döppersberg nun nicht mehr in einem Gesamtpaket abstoßen will. Historisches Hauptgebäude und benachbartes Fundbüro-Gebäude werden nunmehr getrennt vermarktet. Letzteres, das für die Seilbahn-Talstation benötigte Grundstück, soll an die WSW gehen: „Für das Seilbahn-Projekt ist dies eine wichtige Weichenstellung“, so OB Andreas Mucke.

Nachdem diese Hürde genommen ist, soll der Rat nun im September einen Beschluss zum Seilbahn-Projekt fassen. Gibt der Rat grünes Licht, wollen die Stadtwerke die Grundstücke für die Talstation bis Ende 2018 kaufen. Das historische Empfangsgebäude soll derweil Anfang 2019 an einen Investor veräußert werden. Laut WSW-Zeitplan soll die Seilbahn bis 2025 fertig sein – und damit auch die komplette Umgestaltung des Döppersberg.

„Wir haben nun die Grundlage für unser gemeinsames Ziel der städtebaulichen Weiterentwicklung des Bahnhofs und des Bahnhofsumfeldes“, betonte DB-Vorstand Pofalla bei der Unterzeichnung des „Letter of Intents“ im Barmer Rathaus: „Wir freuen uns, diesen Schritt gemeinsam mit der Stadt Wuppertal zu gehen.“

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Lesermeinungen zu diesem Artikel

  1. S. Udberger
    12.07.2018, 14:59 Uhr   |   Direktlink

    Auch wenn ich selber nicht betroffen bin, ich mich aber mit den Seilbahngegnern solidarisiere, werde ich nun den Energieanbieter wechseln. Ich möchte nicht, dass die aus meinen Zahlungen generierten Gewinne der WSW in ein Prestige-Objekt versenkt werden, durch welches die Wohnqualität anderer Menschen stark gemindert wird. Nebenbei kann ich sogar noch einige Euro sparen.

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