11.07.2018, 13.27 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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Sumsemann gerettet: In Cronenberg gibt’s einen Maikäfer mehr…

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„Würd‘ ich heut‘ noch einmal loszieh‘n, blieb mein Schuhkarton wohl leer…“, beklagte Mitte der 1970er Jahre Liedermacher Reinhard Mey: „Es gibt keine Maikäfer mehr…“. Tatsächlich ist das Maikäfer-Sterben nicht überall eingetreten, im Gegenteil: Mancherorts haben sich die Käfer-Bestände sogar erholt – zum Leidwesen der Landwirte.

Dennoch: Viele kennen den putzigen „Sumsemann“ nur noch aus „Max und Moritz“, „Peterchens Mondfahrt“ oder als Schoko-Variante – „Maikäfer flieg’…“ ist vielerorts zu einer Seltenheit geworden. Schuld daran sind jedoch nicht nur Insektizide, sondern auch die „Ungelenkigkeit“ der Käfer: Angezogen vom Licht prallen sie in der Dämmerung gegen erleuchtete Fensterscheiben oder Laternen und plumpsen zu Boden. Landen sie hier auf dem Rücken, ist das häufig ihr Garaus.

Weil ihre Doppelflügel so schwer sind, schaffen es viele nicht, sich wieder umzudrehen – so werden viele Maikäfer überfahren oder zertreten. Am Burgholz hatte ein „Sumsemann“ indes Glück im Unglück: Womöglich war der Maikäfer hier auch nach einer Fenster-Kollision abgestürzt, Hausbewohner Adolf Mechler sah den unbeholfen zappelnden Brummer jedoch rechtzeitig vor der Haustür und rettete ihn vor drohenden Schuhsohlen.

Nach einem Foto-Beweis fürs Album und die CW hieß es: „Maikäfer flieg‘!“ – Reinhard Mey darf sich freuen: Zumindest einen Käfer gibt es also noch im CW-Land…

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