20.11.2018, 13.12 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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„Fake-News“? Foto-Montage von Seilbahn-Gegnern erhitzt

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Der „Stein des Anstoßes“: eine der umstrittenen Seilbahn-Foto-Montagen des Vereins „Seilbahnfreies Wuppertal.

Für geradezu erregte Diskussionen im sozialen Netzwerk „Facebook“ sorgte auch der CW-Bericht zu einer Presse-Mitteilung des Vereins „Seilbahnfreies Wuppertal“. Darin hatten die Seilbahn-Gegner die Dimensionen einer möglichen Tal-Station am Hauptbahnhof „aufs Korn genommen“ und auch anhand von Foto-Montagen, die nach eigenen Angaben auf Plänen der Wuppertaler Stadtwerke (WSW) beruhten, die Frage aufgeworfen: „Wollen die Wuppertaler das denn wirklich?“

In ihren Kommentaren kritisierten CW-Leser die Foto-Montagen nicht nur als „Fake-Fotos“, die „absichtlich überdimensioniert und schlichtweg falsch gestaltet“ seien. Verschiedenen Medien, welche zu der Pressemitteilung auch mit den Foto-Montagen der Seilbahn-Gegner berichtet hatten, wurde auch unterstellt, dass sie auf die „Fake-Fotos“ reingefallen seien und einseitig berichten würden.

Foto-Montagen: „Das ist Fiktion und Provokation…“

Auf CW-Nachfrage räumte Kai Koslowski vom Vorstand der Seilbahn-Gegner ein, dass die Foto-Montagen tatsächlich nicht ganz ernst zu nehmen sind: Die möglichen Dimensionen seien zwar nicht übertrieben und auf WSW-Plänen beruhend, bekräftigte Koslowski. Aber: Dass die mögliche Tal-Station derart in den Bahnhofsvorplatz hineinrücke, das sei „übertrieben“ und „unsere Interpretation beziehungsweise Rückschluss“ daraus, dass die Bahn AG angeblich „Nein“ zu einer Überbauung der Gleise gesagt habe.

„Das ist Fiktion und eine Provokation“, räumt Kai Koslowski ein. Zumal noch keine Pläne veröffentlicht, aber die Entscheidungen der Ratsgremien bevorstünden, habe man die Stadtwerke aus der Reserve locken und zur Diskussion anregen wollen – das ist den Seilbahn-Gegnern zumindest gelungen… Zu den Wortmeldungen im Internet zeigt sich Koslowski derweil entsetzt. „Es ist erschreckend, wie mitunter beleidigend in den sozialen Netzwerken diskutiert wird.“

WSW: „Es wird definitiv nicht so…“

Von Fake-News-Methoden könne keine Rede sein, denn: „Wir haben auf unserer Internet-Seite haarklein dargestellt, wie wir zu unseren Montagen gekommen sind.“ Gleichzeitig stellt Koslowski klar: Die dargestellte Variante halte er praktisch für ausgeschlossen. Das bestätigen die WSW: „Es wird definitiv nicht so“, unterstreicht Stadtwerke-Sprecher Holger Stephan: Die Pläne für die Tal-Station seien „wesentlich zurückhaltender“.

Näheres zur Gestalt oder auch den Kosten der Tal-Station wollte Stephan nicht sagen. Das werde Inhalt der entsprechenden Drucksache sein, auf der Basis dessen der Rat über die Einleitung eines Planfeststellungsverfahrens entscheiden werde. Dem wollten die Stadtwerke nicht vorgreifen.

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