29.11.2018, 13.47 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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FBR: Den ersten Industrie-Tag im Städtedreieck organisiert

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Initiator und Berger-Chef Dr. Andreas Groß (3.v.hi.re.), IHK-Geschäftsführer Klaus Appelt (hi.li.) und Organisator Markus Paster (hi.mi.) von der Friedrich-Bayer-Realschule (FBR) mit Teilnehmern der 1. Realschul-Industrie-Tages sowie den betreuenden Berger-Azubis. -Foto: Meinhard Koke

Nicht nur der Fachkräftemangel ist für die Wirtschaft ein Thema. Auch qualifizierten Nachwuchs zu gewinnen, ist für Handel, Handwerk und Industrie zunehmend eine Herausforderung – eine Lehre ist für immer mehr Schulabgänger keine Option.

Dass eine Lehre aber längst nicht mehr gleichbedeutend ist mit Schweiß, schmutzigen Händen und geringem Einkommen, das weiß Dr. Andreas Groß nur zu gut. Als Co-Chef der Kohlfurther Maschinenfabrik Berger, die weltweit gefragter Spezialist für Maschinenbau ist, bietet Groß Schulabgängern attraktive Ausbildungs- und Karrierechancen bis hin zum dualen Studium. Grund genug für den Berger-Chef, der auch Mitglied des Industrie-Ausschusses der IHK im Bergischen Städtedreieck und Vize der Cronenberger Unternehmer-Vereinigung GCU ist, einen Industrie-Tag an Schulen im Städtedreieck anzuregen.

120 Realschüler besuchten sechs Firmen im Städtedreieck

Bei Klaus Appelt, Geschäftsführer Innovation und Umwelt der Bergischen IHK, und der Friedrich-Bayer-Realschule (FBR) rannte Groß mit seiner Idee offene Türen ein. Das Ergebnis: Mitte November fand in Zusammenbeit mit der IHK der erste Industrie-Realschultag statt. Neben der FBR nahmen zwei weitere Realschulen aus Solingen und Remscheid daran teil, rund 120 Schüler der Jahrgangsstufen 9/10 trafen sich in der Bayer-Realschule, um von hier aus zu sechs Firmen, darunter Knipex und Berger, im Städtedreieck aufzubrechen.

Gegen 10 Uhr erreichte der erste Schüler-Bus den Berger-Stammsitz in der Kohlfurth. Nach einer Begrüßung durch Berger-Chef Groß und IHK-Geschäftsführer Appelt übernahmen die Auszubildenden der Kohlfurther Maschinenfabrik die Regie: Sie selbst führten die Schüler durch die Firmenhallen und informierten sie zu den jeweiligen Ausbildungsberufen – aus erster Hand und auf Augenhöhe konnten die Schüler also ihre Wunschberufe kennenlernen.

IHK-Geschäftsführer Appelt: „Das ist eine tolle Idee…“

„Das ist eine tolle Idee“, lobte Klaus Appelt die Initiative des Berger-Chefs Groß und die Organisation von FBR-Lehrer Markus Paster: Der Industrie-Realschul-Tag sei eine tolle Gelegenheit, den Schülern zu zeigen, dass Industrieberufe längst nicht mehr schmutzig, sondern vielmehr High-Tech-Berufe seien. Andreas Groß stimmte nicht nur zu („Wir bieten attraktive Stellen“), sondern lobte auch die Berger-Azubis.

Die hätten sich zur Vorbereitung sogar am Wo-chenende getroffen, diese Motivation sei auch für die Firma ein Gewinn – Groß: „Mehr Werbung kann man nicht machen…“

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