Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

07.12.2018, 18.04 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Fuhlrott-Gymnasium: Im erlauchten Kreis der „LemaS“-Schulen

Artikelfoto

Prof. Dr. Christian Fischer (hi. li.) sowie Senior-Expert Jutta Meyer (3.v.l.) und Isabel Unkel (hi. mi.) von der Uni Münster bei ihrem Auftakt-Besuch mit den CFG-Koordinatoren Susanne Lindlar, Maximilian Loeper (mi.), Ursula Schmitz-Wimmer (mi.) und Anja Kroll (2.v.r.) sowie CFG-Leiter Reinold Mertens (li.) und Stellvertreterin Dr. Cornelia Wissemann-Hartmann. -Foto: Meinhard Koke

Wieder einmal eine beeindruckende Nachricht aus dem Schulzentrum Süd: Das Carl-Fuhlrott-Gymnasium (CFG) wurde für die bundesweite Initiative „Leistung macht Schule“ (LemaS) ausgewählt. Das Programm wurde vom Bund und den Ländern auf zehn Jahre angelegt und mit 125 Millionen Euro ausgestattet. Das CFG wurde als einzige weiterführende Wuppertaler Schule und eine von nur vier Schulen aus dem Regierungsbezirk Düsseldorf in den erlauchten Kreis der bundesweit 300 „LemaS“-Schulen berufen.

Hintergrund der Bund-Länder-Initiative: Zum Beispiel PISA-Studien, so erläutert CFG-Leiter Reinold Mertens, hätten gezeigt, dass im internationalen Vergleich an deutschen Schulen nur wenige Schüler Spitzenleistungen erzielten. Das soll mit dem 125-Millionen-Programm anders werden: In Zusammenarbeit mit 15 Universitäten sollen an den 300 Auswahl-Schulen konkrete Maßnahmen-Konzepte zur Entdeckung und Förderung talentierter Schüler entwickelt werden.

Die Initiative gilt aber nicht nur Top-Schülern. Zum wenig verdaulichen Thema „Adaptive Formate des diagnosebasierten individualisierten Forderns und Förderns im Regelunterricht“, dem sich das CFG mit bundesweit 31 weiteren Schulen verschrieben hat, soll eine Schul- und Unterrichtsentwicklung erarbeitet werden, die auch die Talente leistungsschwächerer Schüler optimaler fördert.

„Alle Schüler sollen davon profitieren…“

Zum Beispiel mit seinem „Drehtür-Modell“ verfügt das Fuhlrott-Gymnasium bereits seit Jahren über ein Konzept zur Talente-Förderung. „Das wollen wir weiterentwickeln, damit alle aus der Klasse gesehen und im Unterricht gefördert werden“, unterstreicht Reinold Mertens das Ziel einer breit angelegten Individualförderung im Regelunterricht: „Es geht uns nicht nur um vier/fünf Schüler, alle sollen profitieren.“

Mit den beiden CFG-Koordinatoren Susanne Lindlar und Maximilian Loeper widmen sich am CFG die beiden Lehrer Anja Kroll und Ursula Schmitz-Wimmer der LemaS-Initiative. An ihrer Seite haben sie Professor Dr. Christian Fischer und sein Team von der Universität Münster, welche die 32 Schulen von der dänischen Grenze bis an den Bodensee wissenschaftlich begleiten. Bei seinem Auftakt-Besuch am Jung-Stilling-Weg sparte der renommierte Erziehungswissenschaftler und Begabtenforscher schon einmal nicht mit Lob für das Fuhlrott-Gymnasium.

„CFG ist in ganz NRW führend in der Talente-Förderung…“

Die Küllenhahner Schule sei in Sachen Talentförderung schon „sehr, sehr weit entwickelt und ausdifferenziert“, attestierte Christian Fischer: „Darin ist das CFG eine der führenden Schulen in ganz NRW.“ Was ihn besonders beeindruckt hat? Dass das CFG den Anspruch habe, alle Schüler zu fördern, unterstrich der Münsteraner Begabtenforscher. In regelmäßigen Abständen wird man sich in den kommenden fünf Jahren wiedertreffen oder auf Netzwerk-Veranstaltungen der 32 Schulen austauschen.

In einer zweiten Phase sollen die entwickelten Konzepte, Maßnahmen und Materialien zur Talente-Förderung dann in fünf Jahren bundesweit zur Verfügung gestellt werden. Das CFG und seine vier LemaS-Experten werden dann zu Multiplikatoren, welche die Ergebnisse an weitere Schulen vermitteln werden…