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12.12.2018, 13.13 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Hajo Donner: Witten verabschiedete Herzblut-Floriansjünger

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Zur Verabschiedung wurden „Hajo“ Donner und seine Familie von Wittener Kameraden früh am Morgen in Cronenberg abgeholt und per Löschwagen nach Witten „kutschiert“. -Foto: privat

Sein Herz gehört der Freiwilligen Feuerwehr Cronenberg (FFC): Er gehört seit über 45 Jahren der Dörper Wehr an, er engagiert sich im FFC-Förderverein als Schriftführer sowie gerne auch am Weizenbier-Stand auf der Werkzeugkiste. Beruflich „brannte“ Hans-Joachim Donner indes in den letzten Jahrzehnten für eine Ruhrgebiets-Stadt.

Der Branddirektor vom Schorf leitete seit 1988 die Berufsfeuerwehr der Stadt Witten – am 30. November 2018 wurde der 61-Jährige dort feierlich in den Ruhestand verabschiedet. „Witten verliert einen erfahrenen, ambitionierten Feuerwehrchef“, lautete dazu ein bedauernder Kommentar im sozialen Netzwerk „Facebook“.
Im Jahre 1988, mit gerade einmal 30 Jahren, wurde der Cronenberger Wittens oberster Brandbekämpfer – als bundesweit jüngster Chef einer Berufsfeuerwehr.

Der studierte Diplom-Ingenieur der Sicherheitstechnik hatte da ja auch schon einiges an Erfahrung vorzuweisen: Donner war zuvor Brandreferendar der Berliner Feuerwehr und hatte Referendariate bei verschiedenen Feuerwehren von Frankfurt über Hamburg bis Berlin absolviert. Dennoch: „Dass ich den Job damals bekam, hätte ich übrigens nicht gedacht“, schmunzelte Donner rückblickend in einem WAZ-Interview.

Hießen „Hajo“ Donner nach seinem Ausscheiden in Witten im Löschhaus an der Kemmannstraße willkommen: FFC-Chef Dirk Jacobs (mi.) und Stellvertreter Thorsten Kozyra (re.). Wobei: Als Schriftführer im Förderverein sowie als FFC-Chronist war Hans-Joachim Donner ja niemals so richtig weg… -Foto: privat

Hießen „Hajo“ Donner nach seinem Ausscheiden in Witten im Löschhaus an der Kemmannstraße willkommen: FFC-Chef Dirk Jacobs (mi.) und Stellvertreter Thorsten Kozyra (re.). Wobei: Als Schriftführer im Förderverein sowie als FFC-Chronist war Hans-Joachim Donner ja niemals so richtig weg… -Foto: privat

Aber er bekam ihn und behielt ihn schließlich drei Jahrzehnte – als Chef von 100 BerufsFeuerwehrleuten und 350 ehrenamtlichen Floriansjüngern, ohne die auch in Witten der Brandschutz nicht zu gewährleisten wäre. Nun wird es „Hajo“ Donner „nur noch“ mit 45 Feuerwehrfrauen und -männern zu tun haben: Einen Monat nach seinem Abschied in Witten tritt der 61-Jährige am 1. Januar 2019 seinen Dienst an der Kemmannstraße an – der Herzblut-Floriansjünger wird sich als Ausbildungsleiter bei seiner Dörper Heimat-Wehr engagieren.

Überdies auf Donners Agenda: Nachdem beide Kinder aus dem Haus sind, soll selbiges nun umgebaut werden. Zudem, so verriet der Cronenberger der WAZ, will er an die Uni – und zwar um Studenten im Fachbereich Sicherheitstechnik zu betreuen. Auf der Wunschliste steht auch die Verwirklichung eines Jugendtraumes: ein Trecker zum Schrauben – wenn denn in Hajo Donners Un-Ruhestand die Zeit dazu dazu da sein sollte…