18.12.2018, 13.21 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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AG der Bayer-Realschule: „Feuerprobe“ im Axalta-Testlabor

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Axalta-Ausbildungsleiter Dr. Roland Somborn (re.) mit seinen betreuenden Auszubildenden sowie den Schülern der Lack-AG der Friedrich-Bayer-Realschule. -Foto: Meinhard Koke

Zum „feurigen“ Finale traf sich die Lack-AG der Friedrich-Bayer-Realschule (FBR) im Test-Labor von Lacke-Weltmeister Axalta: Neun Nachmittage zuvor hatten die Acht- und Neuntklässler der Freiwilligen-AG zuvor jeweils anderthalb Stunden an der Hatzfelder Straße verbracht und dabei unter anderem in Kleingruppen eigene Rezepturen für feuerfeste Lacke „ausgetüfelt“.

Zum Abschluss der Arbeitsgemeinschaft gab es die Nagelprobe an der Märkischen Straße: Unter den Augen von Axalta-Ausbildungsleiter Dr. Roland Somborn und Dr. Ulrike Giebeler, der stellvertretenden FBR-Leiterin, wurden die Handy-Hüllen mit den Schüler-Lacken im Labor einer „Feuertaufe“ ausgesetzt. Dabei die entscheidende Frage: Wie lange halten die Schüler-Rezepturen wohl dem Bunsenbrenner stand?

Das Rennen machten schließlich Felix und seine Mitstreiter vom Team „Bunus“: 1:55 Minuten dauerte es, bis der Brenner ihren senffarbenen Lack in Brand gesetzt hatte. Damit hatten sie mit Abstand die Nase vorn vor der Gruppen „NSA“ und „SNG“ mit jeweils 57 Sekunden. Ob sie mit ihrer Kreation ein Patent anmelden sollten, beurteilte Axalta-Ausbildungsleiter Sombon dennoch mit einem Schmunzeln: Eher nicht, Bauteile mit der Feuerwiderstandsklasse (F) 120 zum Beispiel müssten bei einem Brand ja schließlich mindestens 120 Minuten feuerbeständig sein, erklärte Somborn – da ist also für die Realschüler noch viel Luft nach oben…

Aber: Dafür haben die Teilnehmer der Lack-AG vom Jung-Stilling-Weg bessere Chancen auf einen Ausbildungsplatz bei Axalta. Immerhin rund 1.500 Bewerber habe der Lack-Spezialist vom Hatzfeld in jedem Jahr, berichtete Roland Somborn: Schüler der Lack-AG erhalten bei Interesse direkt eine Einladung zum Einstellungs-Test. Das ist doch auch schon was, wie das Beispiel von Darian Sander beweist.

Der 18-jährige Ex-Realschüler war Teilnehmer der FBR-AG, lernte dadurch Axalta kennen („Ich kannte die Firma gar nicht“) und ist nun im zweiten Lehrjahr dort Auszubildener: „Das war eine richtige Entscheidung“, freute sich Darian Sander über seinen Ausbildungsplatz: „Alles ist super…“ Übrigens: Beim Lack-Test hatte er mit seiner damaligen Gruppe „nur“ Platz 3 belegt…

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