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13.02.2019, 18.02 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

„Neuer Stern“ am Himmel: CFG-Schülerin gewinnt ESO-Contest

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Die CW-Praktikantinnen Yasmin, Alena und Andra im Gespräch mit der CFG-Schülerin Kyriaki Iosifidou (2.v.re.), die den europäischen Astrophysik-Wettbewerb gewann. – Foto: Marcus Müller

Einen Wettbewerb gewinnen, bei dem Hunderte von Schülern aus ganz Europa teilnehmen? Für Kyriaki Iosifidou ist das „kein Problem“. Die 16-jährige Schülerin des Küllenhahner Carl-Fuhlrott-Gymnasiums (CFG) gewann im Januar den „Catch a Star“-Wettbewerb der Europäischen Südsternwarte (ESO).

Seit dem Jahr 2017 nimmt Iosifidou am Astronomie-Projektkurs des CFG teil. Das Besondere dabei ist, dass sie diesen eigentlich erst ab der 11. Klasse hätte belegen dürfen. Doch aufgrund ihrer großen Begeis­terung für die Astronomie wurde der heutigen Q1-Schülerin gestattet, den Kurs schon ein Jahr früher zu belegen. Tatsächlich begeistert sich Kyriaki Iosifdou schon seit ihrem achten Lebensjahr für die Astrophysik: „Seit ich klein bin, frage ich mich: Gibt es ein Leben außerhalb unserer Erde?“, erzählt sie im Gespräch mit der CW.

Daher kam auch die Idee für ihre schriftliche Projektarbeit. Die Schülerin verfasste eine 20-seitige Forschungsarbeit auf Englisch zum Thema „Exoplaneten“. Diese Planeten üben eine große Faszination auf die 16-Jährige aus, da sie sich außerhalb unseres Sonnensystems befinden. Anders als beispielsweise unsere Erde werden Exoplaneten nicht von der Sonne, sondern von anderen Himmelskörpern angezogen. Mit der Transitmethode wies die CFG-Astronomin den Exoplaneten HD189733b nach und beeindruckte damit nicht nur ihre Lehrer, sie überzeugte vielmehr auch beim „Catch a Star“-Wettbewerb der ESO. „Ich würde mir gerne ein eigenes Teleskop kaufen, aber das dauert noch ein bisschen“, gesteht die Gymnasiastin. Dieses ist ja auch nicht so günstig…

Erst seit vier Jahren lebt die gebürtige Griechin in Deutschland, ist sich aber jetzt schon sicher, dass sie später Astrophysik studieren möchte. Um sich einen Einblick in diesen Beruf zu verschaffen, machte sie in der vergangenen Woche ein Praktikum am Leibniz-Institut für Astrophysik in Potsdam. All diese außergewöhnlichen Erfahrungen festigten ihre Wünsche für ihre weitere „Karriere“-Planung.

„Ich habe das irgendwie nicht erwartet“, gesteht Kyriaki Iosifidou im Gespräch mit der CW über ihren Erfolg. Sie freut sich sehr auf ihren noch ungewissen Preis. Entweder bietet sich ihr die Möglichkeit, ferngesteuerte Beobachtungen am National Astronomical Observatory „Rozhen“ in Bulgarien durchzuführen oder an einer Videokonferenz mit einem Profi-Astrophysiker teilzunehmen. Besonders bedankt sich die Nachwuchsforscherin bei ihren Lehrern Bernd Koch und Michael Winkhaus für die tatkräftige Unterstützung – und ist gespannt, was die Zukunft noch für sie bereit hält…

Yasmin Thäwel / Alena Juvet / Andra Prinz,
Praktikantinnen des Carl-Fuhlrott-Gymnasiums bei der CW