Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

27.02.2019, 18.54 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Nach Kritik: ALDI plant Unterkirchener Filial-Erweiterung neu

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Verdeutlichten anhand eines Flatterbandes die Dimensionen und wie nah die geplante ALDI-Bebauung an den Spielplatz-Bereich in Unterkirchen heranrücken könnte: Ratsherr Paul-Yves Ramette (li.) und Bezirksvertreter Dirk Wallraf von den Grünen. -Foto: Meinhard Koke

Wie mehrfach berichtet, will der Discounter ALDI im Rahmen seines Filial-Konzeptes „ANIKo“ („ALDI Nord Instore Konzept“) auch seinen zweiten Cronenberger Standort in Unterkirchen erweitern.

Dass der Discounter dazu ein Auge auf das rückseitige Gelände eines städtischen Spielplatzes geworfen hat und hier rund 1.200 Quadratmeter Grünfläche und einige Bäume für die Erweiterung um 360 Quadratmeter Verkaufsfläche wegfielen, stieß aber in der Bezirksvertretung (BV) Cronenberg auf wenig Begeisterung.

FDP-Ratsfraktionschef Alexander Schmidt mit Cronenbergs FDP-Vorsitzendem René Schunk und dem liberalen Bezirksvertreter Hans-Hermann Bock (v.l.) vor dem ALDI-Markt in Unterkirchen. -Foto: Meinhard Koke

FDP-Ratsfraktionschef Alexander Schmidt mit Cronenbergs FDP-Vorsitzendem René Schunk und dem liberalen Bezirksvertreter Hans-Hermann Bock (v.l.) vor dem ALDI-Markt in Unterkirchen. -Foto: Meinhard Koke

Neben den Grünen sprach sich schließlich auch die FDP gegen die ALDI-Pläne aus (die CW berichtete jeweils). Das zeigt nun offenbar Wirkung: In der Februar-Sitzung des zuständigen Stadtentwicklungsausschusses wurden die beiden Tagesordnungspunkte zu den Unterkirchener Plänen kurzerhand abgesetzt. Der Grund: Wie Stadt-Sprecher Thomas Eiting auf CW-Nachfrage erläutert, sei ALDI selbst zwischenzeitlich von seinen bisherigen Pänen abgerückt und habe sie zurückgezogen.

Nach CW-Informationen hält der Discounter aber an der Erweiterung in Unterkirchen fest. Nun aber, so erfuhr die CW aus Kreisen, die nicht genannt sein wollen, habe ALDI die vordere Seite seiner Dörper Filiale ins Visier genommen. Hier wolle man den Ausbau jetzt auch durch eine Verlagerung des Eingangsbereiches realisieren.