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21.03.2019, 16.30 Uhr   |   Matthias Müller   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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Sicherer Schulweg am Hütterbusch: Erziehung auch für Eltern

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Eine „Gelbe Karte“ mit einer Zitrone darauf bekamen all die Hütterbusch-Eltern, die sich nicht an die Hol- und Bringzonen am Hofe hielten. – Foto: Matthias Müller

An jeder Schule ist morgens fast das Gleiche zu sehen: Eltern fahren mit den Autos bestenfalls direkt bis vor das Schultor, lassen ihre Sprößlinge dort aussteigen und fahren wieder weg. Mittags dann das selbe Bild – auch an der Grundschule Hütterbusch

Für ihre Bachelor-Arbeit hat die Studentin Sonja Benzel im Jahr 2018 mal das morgendliche Verkehrsaufkommen an der Herichhauser Straße gezählt. Dabei kam sie auf das Ergebnis, dass 70 Fahrzeuge ankommen und wieder wegfahren. Daher kamen die Verantwortlichen und Eltern bei der Schulpflegschaftssitzung überein, dass hier großer Handlungsbedarf bestehe. Gemeinsam wurde im Jahr 2019 die März-Offensive „Sicherer Schulweg – miteinander und füreinander“ ins Leben gerufen, an der sich nicht nur Schulleiterin Nathalie Kusch und Stellvertreterin Michaela Venn beteiligten, sondern auch SPD-Bezirksvertreter Oliver Wagner, seines Zeichens selber Vater. Zudem gab es die Broschüre des ADAC „Schulweg-Ratgeber“.

Fünf bis zehn „Eltern-Taxis“ erwischt
Am Montag, 11. März 2019, wurde es dann „Ernst“ für die Eltern: An insgesamt drei Tagen wurde der Schulweg mit besonderen Aktionen sicherer gemacht. Die Eltern wussten Bescheid, dass auch Polizei und Ordnungsamt verstärkt kontrollierten, ob die Straße vor dem Schulgebäude Am Hofe autofrei blieb. An der Schule standen zusätzlich Kinder mit Hinweisschildern. Sie wiesen auf Hol- und Bringzonen an der Händelerstraße und am Ehrenmal hin.

Am ersten Tag wurden fünf bis zehn „Eltern-Taxis“ erwischt. Sie bekamen eine „Zitrone“ von den Kindern überreicht, bunt gemalt auf einem Kärtchen. Die anderen Eltern, die sich an die Abmachungen hielten, bekamen Gummibärchen als Dankeschön überreicht. Am Ende war die Aktion zur Unfallverhütung ein voller Erfolg, Kindern und Eltern gleichermaßen gefiel die Aktion: „Wenn es aber langfristig nichts bringt, gibt es eine Wiederholung, vielleicht im Sommer oder im Winter“, stellte Schulleiterin Nathalie Kusch in Aussicht.

Es sei schließlich auch für Kinder gut, sich irgendwann beim Schulweg eigenverantwortlich zu verhalten und nicht „ins Klassenzimmer“ gefahren zu werden…


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