Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

26.04.2019, 12.58 Uhr   |   Simone Beckmann   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

„Girls Day 2019“: Die Firma Stahlwille hatte „den Dreh“ raus…

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Durften an der Lindenallee auch selber Hand anlegen: die jungen „Girls Day“-Praktikantinnen bei der Firma Stahlwille. -Foto: SiBe

… und lud Schülerinnen zum alljährlichen „Girls Day“ ein. Einmal im Jahr findet der bundesweite Aktionstag statt, an dem Mädchen in so genannte Männerberufe rein schnuppern können. Und so standen acht Schülerinnen der 8. Klasse bei Stahlwille an der Lindenallee „auf der Matte“, um einen Einblick in die Aufgaben einer Zerspannungs- und einer Industriemechanikerin zu erhalten.

Doch erstmal gab es eine Führung durch die Produktion des Werkzeugherstellers, mit dabei war auch das lebensgroße Maskottchen „Stahlwilli“, das eigentlich Tobias heißt und Auszubildender ist. „Wir haben zurzeit zehn Azubis, davon zwei Frauen“, wusste Peter Backhaus, der Ansprechpartner der Schülerinnen und bei Stahlwille zuständig für die technische Ausbildung. Hier arbeiten übrigens mehr als 600 Mitarbeiter, circa 15 Prozent davon sind Frauen.

Nach dem Produktionsrundgang durften die Mädchen auch selber ran an die Werkzeuge. Mit dabei waren auch die 13-Jährige Carolin Mondry und ihre Mitschülerin Lara Veltmann. Wieso hatten sie sich bei Stahlwille angemeldet? „Wir haben auf der Internetseite von Girls Day im Radar gesucht und wollten etwas in der Nähe“, sagte Carolin. „Und das dann gerne zu zweit machen“, ergänzte Lara. Am besten fanden sie, „dass man einiges ausprobieren kann.“

Am Ende des Tages, nach fünfeinhalb Stunden, gab es dann auch die gelungenen Ergebnisse zu sehen: Einen Würfel aus Aluminium und einen Handyhalter aus Schraubenschlüsseln – alles selbst gedreht und gefräst. Und vielleicht bleibt es für die Schülerinnen ja nicht nur bei den ersten Werkstücken und man sieht sie in ein paar Jahren als Auszubildende an den Werkbänken stehen…