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Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

29.05.2019, 21.12 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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Dörper Restaurant Day: So wechselhaft wie das Samstag-Wetter…

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Süße, sündige Sambakrapfen gab's bei der E-Bike-Station von Jenny und Markus Cox am Küllenhahner Bahnhof… | -Foto: Meinhard Koke

Wie mit dem Wetter verhielt es sich am letzten Samstag auch mit dem Restaurant Day in Cronenberg: die Resonanz fiel in den Pop-up-Restaurants wechselhaft aus. War es die stadtweit große Anzahl der Teilnehmer vom Arrenberg bis nach Oberbarmen? Wie berichtet avancierte Wuppertal ja mit 71 Privat-Restaurants zur heimlichen Welt-Hauptstadt des Kulinaria-Karnevals. Waren es das Bundesliga-Finale am Nachmittag beziehungsweise der Eurovision Song-Contest am Abend, welche einige Privat-Restaurants diesmal nicht so voll werden ließ? Oder hielt eben der Regen am Nachmittag einige Interessierte von einer „Rallye“ entlang der Restaurant- Day-Landkarte ab?

Auf ein spätes Frühstück oder Kaffee und Kuchen war der Appetit jedenfalls nicht so groß. Die Enttäuschung hielt sich aber in Grenzen: Schließlich waren die Gäste „sehr nett“ und die Gespräche „interessant“, ließ eine Teilnehmerin die Organisatorinnen Jenny Cox und Sabine Leven wissen. Und überdies freute sie sich über 50 Euro an Spenden fürs Jugendhaus – und dass der Gefrierschrank nun voll mit selbstgebackenem Brot und Brötchen sei…

Nostalgische Süßigkeiten an der Grundschule Hütterbusch

Die Grundschule Hütterbusch war erstmals mit von der Partie und wartete mit „Nostalgischen Momenten“ auf. An der Candy-Bar des Schulvereins konnten Klein und Groß nicht nur in einer Riesen-Auswahl an Kuchen oder „deftigen Stullen“ schwelgen. Vor allem versüßten nostalgische Schmankerl wie „Nappo“, „Leckmuschel“, Brause in Esspapier, süßer „Mäusespeck“ und vieles mehr einen Besuch am Hofe – da nahm fast jeder seine persönliche „süße Tüte“ mit auf den Weg heim oder zur nächsten Restaurant-Station.

Vor allem Klein, aber auch Groß hatten Freude an den nostalgischen Süßigkeiten, des Restaurant Days der Grundschule Hütterbusch. | Foto: Matthias Müller

Vor allem Klein, aber auch Groß hatten Freude an den nostalgischen Süßigkeiten, des Restaurant Days der Grundschule Hütterbusch. | Foto: Matthias Müller

Auch Jenny und Markus Cox hatten am Küllenhahner Bahnhof alle Hände voll zu tun: Rund 50 Gäste schauten bis in den späten Nachmittag bei ihnen vorbei und genossen die süß-sündigen Sambakrapfen – „für uns war es trotz des sehr langen Tages mal wieder toll“, so die Co-Organisatorin zum Verlauf ihres Restaurant-Tages: Zum Glück hatten sie in ihrem Wohnwagen die Kaffee- und Backstube eingerichtet und ihren E-Bike-Service im Güterschuppen an der Trasse geöffnet – so waren genug Unterstellmöglichkeiten parat, sodass nach einer kurzen Umbaupause auch wieder Apfelkrapfen im Fett bruzzelten.

Restaurant Day im Tal: „Wie in einer europäischen Metropole“

Krapfen, Fahrräder und zudem schöner Wohnwagen – Christine Günzing aus Kuchhausen fand den Besuch im Cox-Restaurant trotz des Regens gelungen und wollte am Abend vielleicht noch zum Arrenberg runter: „Als Cronenberger fängt man im Dorf an…“ Die Dörperin hielt zudem eine Anekdote von einem der Restaurant Days der letzten Jahre bereit.

In der Pause einer Tagung in der Stadthalle seien sie mit den internationalen Gästen zum „Küchen-Karneval“ am Arrenberg Essen gegangen – die Besucher seien total begeistert gewesen und hätten sich wie in einer europäischen Metropole gefühlt, erzählte Christine Günzing angetan. Positiv fiel auch das Fazit von Jenny und Markus Cox aus: Dass es nett und persönlich zugehe, mache den Zauber des Restaurant Days aus: „Das ist wie ein Langer Tisch – nur ohne Riesenaufwand…“

…und Jenny und Markus Cox (hi.) hatten auch mit der Aktivierung ihres Wohnwagens bestens für die Regenschauer am Nachmittag vorgesorgt. | Foto: Meinhard Koke

…und Jenny und Markus Cox (hi.) hatten auch mit der Aktivierung ihres Wohnwagens bestens für die Regenschauer am Nachmittag vorgesorgt. | Foto: Meinhard Koke

Spenden für Schulprojekt in Peru

Perfekt für die Nach-Regenzeit hatten derweil die Familien Owczarczyk und Schaller ihre Mai-Pizza mit Blüten-Limo an der „Ghetto-Tonne“ auf Vonkeln angerichtet: „Ab 17 Uhr kamen die ers-ten Neugierigen und die Schlange vor dem Essen-Tresen blieb fast durchgehend bis fast 22 Uhr“, berichtet der Dörper Restaurant Day-Pionier Stephan Schaller: „Am Ende hatten wir über 90 Gäste mit ebenso vielen Pizzen aus zwei Gasgrills versorgt.“

Sein Fazit: „Viele und sehr nette Gäste, neue Kontakte und tolle Stimmung“, aber: Der Aufwand fürs Kochen und Vorbereiten sei diesmal schon groß gewesen. Dennoch: 287 Euro an Spenden für ein Schul-Projekt in Peru waren das sicherlich wert…

Der „Clan“ der Familien Owczarczyk und Schaller servierte am Restaurant Day Blütenlimo und Pizza an der „Ghettotonne“ in Vonkeln. | Foto: Matthias Müller

Der „Clan“ der Familien Owczarczyk und Schaller servierte am Restaurant Day Blütenlimo und Pizza an der „Ghettotonne“ in Vonkeln. | Foto: Matthias Müller

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