09.07.2019, 18.38 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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„Großer Bahnhof“: Die „Grande Dame“ des CFG sagt „Adieu“!

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Dr. Cornelia Wissemann-Hartmann bei ihrer Verabschiedung im vollen Pädagogischen Zentrum des Schulzentrums Süd mit Ex-CFG-Leiter Karl W. Schröder (re.), Nachfolger Reinold Mertens (2.v.r.) sowie mit ihrem Ehemann und ihren drei Töchtern. | Foto: Meinhard Koke

Es sollte kein feierlich-steifer Abschied werden, sondern ein „cooler, ein lockerer“, das hatte sich Dr. Cornelia Wissemann-Hartmann vorab ausdrücklich erbeten – nur nicht zu viele und zu lange Reden… So wurde der (offizielle) Abend dann (wunschgemäß) auch, aber einige Würdigungen musste die stellvertretende Leiterin des Carl-Fuhlrott-Gymnasiums (CFG) vorab schon über sich „ergehen“ lassen. Schließlich ist sie seit 40 Jahren im Schuldienst, 27 Jahre davon an dem Küllenhahner Gymnasium und 19 Jahre als dessen zweite „Chefin“ – da ging es einfach nicht ganz ohne „großes Besteck“…

Ehemalige und aktuelle CFG-Schüler, frühere und derzeitige Kollegen, Vertreter der Elternschaft, des Schulvereins und zahlreiche Ehrengäste, darunter auch Bezirksbürgermeisterin Ursula Abé, füllten das Pausenzentrum des Schulzentrums Süd, als „CWH“, wie die stellvertretende CFG-Leiterin ob ihres „ausgedehnten“ Namens gerne kurz genannt wird, offiziell verabschiedet wurde – vorab, denn bis zum Schuljahresende ist sie ja noch im Dienst.

„Großartig, in diesem Team arbeiten zu dürfen“

Cornelia Wissemann-Hartmann nutzte die Gelegenheit, sich bei ihren Kollegen, der Schulverwaltung oder auch den Schülern und Eltern, der gesamten Schulgemeinde also, eindrucksvoll zu bedanken: „Es ist großartig, Sie alle zu haben“, sagte „CWH“, um dann aus einem Koffer „Dankeschön-Präsente“ stellvertretend an einige der anwesenden Weggefährten zu überreichen. Zum Beispiel holte sie kleine, bunte Windräder aus ihrem roten Koffer: „Haltet das CFG so in Bewegung wie der Wind diese Windspiele“, sagte „CWH“ bei der Überreichung an zwei Gymnasiasten – viel Wehmut schwang dabei mit.

Ob die Eltern, Kollegen und natürlich die Schüler – es habe ihr viel Freude gemacht, Menschen zu begegnen, sie zu begleiten und die Entwicklung der Schule mitzugestalten: Ob Schulfeste, Lorient-Austausch, großartige Konzerte, Auszeichnung als „Schule ohne Rassismus“, die Talente-Förderung am CFG und, und, und oder nicht zuletzt auch die G8-Umstellung sowie „die glückliche Rückkehr zu G9“ – „danke, dass ich daran teilhaben durfte“, unterstrich Wissemann-Hartmann, dass dies nur gemeinsam möglich sei: „Es ist fantastisch, in diesem Team zu arbeiten – ohne Sie alle wäre das CFG nicht da, wo es heute ist!“

MINT-Schule 2019: „Sie haben großen Anteil an diesem Erfolg“

Seinen Dank für ihre Arbeit und ihr Engagement formulierte anschließend nicht nur CFG-Leiter Reinold Mertens. Auch sein Vorgänger Karl W. Schröder, der bis zu seinem Ausscheiden vor drei Jahren das Küllenhahner Gymnasium gemeinsam mit „CWH“ geführt hatte, griff zum Mikrofon. Ihr gemeinsamer Tenor: Cornelia Wissemann-Hartmann habe in ihren 27 Jahren am Jung-Stilling-Weg entscheidend dazu beigetragen, dass das Gymnasium erst Mitte Mai zur besten MINT-Schule Deutschlands gekürt wurde (die CW berichtete) und heute eine erste schulische Adresse der Republik sei – „CWH“ sei die „Grande Dame“ des CFG.

Dr. Cornelia Wissemann-Hartmann mit CFG-Leiter Reinold Mertens (2.v.l.), dem CFG-MINT-Koordinator und Sternwarte-Initiator Michael Winkhaus (li.) sowie dem Co-Leiter der CFG-Sternwarte, Bernd Koch, nach der Auszeichnung als „Jugend forscht“-Schule 2019.

Dr. Cornelia Wissemann-Hartmann mit CFG-Leiter Reinold Mertens (2.v.l.), dem CFG-MINT-Koordinator und Sternwarte-Initiator Michael Winkhaus (li.) sowie dem Co-Leiter der CFG-Sternwarte, Bernd Koch, nach der Auszeichnung als „Jugend forscht“-Schule 2019.

Als „eindrucksvolle Lebensleistung“ würdigte Ex-Leiter Schröder („Wir wissen, was die Schule Ihnen verdankt“) Wissemann-Hartmanns 19-jähriges Wirken in der Schulleitung, Nachfolger Mertens dankte für „drei sprudelnde gemeinsame Jahre“. Dass das CFG eine weltoffene und nicht zuletzt die beste naturwissenschaftliche Schule Deutschlands sei, dorthin hätten „CWH“ die Schule gemeinsam mit dem Ex-Leiter Schröder geführt. Dass die Auszeichnung zur MINT-Schule 2019 noch auf ihrer „Zielgeraden“ am CFG erfolgt sei, „hat mich sehr für Sie gefreut“, betonte Reinold Mertens.

„Sie haben großen Anteil an diesem Erfolg“, würdigte der CFG-Leiter seine Noch-Stellvertreterin als innovativ, fleißig, beharrlich, diskussionsfreudig, loyal oder auch als gute Zuhörerin: „Danke für Ihre Wertschätzung, danke für Ihre Zeit – dieser Abschied ist auch für mich traurig…“, bekannte Mertens. Unter stehendem Applaus ging es anschließend zum geselligen Teil des Abends über, der erwünscht locker in und vor der „Süd“-Mensa gefeiert wurde…

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