04.09.2019, 16.01 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

„eagle eye“-Ergebnis: Dörper Straßen sind die schlechtesten

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Flickenteppiche und/oder Schlaglochpisten – so sehen zahlreiche Straßen auch im CW-Land aus. | Archiv-Foto: Meinhard Koke

Am heutigen Mittwoch, 4. September 2019, tagt die Bezirksvertretung Cronenberg (die CW berichtete). Ein Thema wird dabei ab 19 Uhr auch der Zustand der Straßen in Wuppertal sein. Im vergangenen Jahr hatte ein Spezial-Fahrzeug der Firma „eagle eye technologies“ alle Straßen in der Stadt abgefahren und dabei deren Zustand erfasst und bewertet.

Ergebnis: In ganz Wuppertal sind demnach rund 30 Prozent der Straßen in einem schlechten bis sehr schlechten Zustand und Maßnahmen fällig beziehungsweise sogar schon überfällig. Ein weiteres Drittel der städtischen Straßen sind in einem „mittleren Zustand“. Nur 36 Prozent der Wuppertaler Straßen sind gut bis sehr gut in Schuss.

In Cronenberg ist die Situation noch dramatischer: Im Dörper Stadtteil sind sogar 41 Prozent der Pisten marode – noch schlechter sieht’s in keinem anderen Stadtbezirk Wuppertals aus. Dass das Dorf eine Schlaglochpiste ist, überrascht nicht wirklich: Die „eagle eye“-Auswertung hat nämlich auch ergeben, dass die Fahrbahnzustände in den zentralen Stadtbezirken generell besser sind, als in den dezentralen Stadtteilen wie Cronenberg.

Ohne zusätzliche Mittel beziehungsweise Hilfen von Land und Bund dürfte sich dieses Dilemma eher sogar noch weiter verschlechtern: Wie die Stadt in ihrer Vorlage mitteilt, sind für die Jahre 2019/20 gerade einmal rund 2,1 Millionen Euro pro Stadtbezirk für die Straßenerhaltung veranschlagt. „Die derzeit geplanten Haushaltsansätze werden erkennbar nicht ausreichen, um den 2018 festgestellten durchschnittlichen Straßenzustand über den Prognose-Zeitraum von zehn Jahren auf dem derzeitigen Niveau zu halten“, heißt es in der Stadt-Vorlage pessimistisch – beziehungsweise realistisch: „Zur Aufrechterhaltung des aktuell festgestellten Zustandsniveaus wäre ein Jahresbudget von circa 24 Mio Euro notwendig.“