18.09.2019, 17.05 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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„Glück auf!“ zum 90sten: Horst Schwafferts Herz schlägt für S04

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Jubilar Horst Schwafferts mit Angelika und Harry von der Cron-Lewandowski sowie Rosemarie (li.) und Werner Kemp (re.) vom Brieftauben-Verein „Wiedersehen Berghausen“, die zum 90sten am Häusgesbusch vorbeischauten. | Foto: Meinhard Koke

Welche (Fußball-)Farbe hier Trumpf ist, das zeigt bereits das Klingelschild: Königsblau ist es, denn für Schalke 04 schlägt das Herz von Horst Schwafferts. Am Dienstag beging der Ur-Sudberger, der – mit einer Unterbrechung – immer am Häusgesbusch zu Hause ist, seinen 90. Geburtstag – keine Frage, wie Großnichte Angelika und Ehemann Harry von der Cron-Lewandowski zur Feier des Tages geschmückt hatten? Natürlich ganz in blau-weiß war das Wohnzimmer hergerichtet, zwei Girlanden aus dem Schalke-Fanshop inklusive.

Die Fußball-Liebe zu den Knappen war Horst Schwafferts in die Wiege gelegt: Von Opa und Vater übernahm er nicht nur die Leidenschaft für die Brieftaubenzucht im Verein „Wiedersehen Berghausen“. Auch das „Schalke-Gen“ erbte er – trotz aller Aufs und Abs, bis heute ist Horst Schwafferts den Knappen treu geblieben. Immerhin hat er ja auch alle sieben Meistergewinne miterlebt… In seiner Jugendzeit trat der Jubilar selbst gegen das Leder: Beim SSV Sudberg, natürlich! Wie im Pott, wenn Königsblau gegen Schwarz-Gelb aufläuft, hatten es damals besonders die „Ortskämpfe“ der Schwarz-Blauen mit den grün-weißen Cronenbergern vom Sportclub in sich, erinnert sich der frühere Stopper an die brisanten Dorf-Derbys – es sei aber stets alles im fairen Rahmen abgelaufen, „ohne Klöpperei“, lacht Horst Schwafferts.

Auch wenn der gelernte Automateneinrichter, der über 30 Jahre lang bei der Firma Hein am Oberkamp tätig war, im Jahre 2007 nach 52 Jahren Ehe seine Frau verlor, hat er sich nicht unterkriegen lassen. Wollte er noch einmal die Fußballschuhe schnüren, so bräuchte er zwar dazu heute Unterstützung. Geistig aber ist Horst Schwafferts noch voll auf Ballhöhe! Nach einer sehr schweren OP im vergangenen Jahr, berichtet Großnichte Angelika, schaute er schon am zweiten Tag wieder auf der Intensivstation seine Schalker im Fernsehen – „wenn ich ein Bayern-Fan wäre, hätte ich das vielleicht nicht geschafft“, lacht der Jubilar.

In die Schalke-Arena schafft er es zwar nicht mehr, via Bezahl-Fernsehen und Sportschau verfolgt der Sudberger Edel-Fan aber jedes Spiel seiner Königsblauen – nicht selten auch bei einem Veltins mit Großnichte Angelika und ihrem Ehemann. Ihr Herz schlägt ebenfalls für „04“, somit ist der Großneffe auch Horst Schwafferts „liebster Lewandowski“! Für die neue Saison mit Trainer David Wagner ist Horst Schwafferts durchaus optimistisch: Platz 6 oder 7 sei diesmal drin, glaubt er nach der letztjährigen Leidenssaison. Aber nicht die „Schale“ ist Horst Schwafferts größter Geburtstagswunsch, sondern vielmehr Gesundheit: „Das ist das Wichtigste“, meint der Jubilar, in dessen Adern königsblaues Blut fließt und der den Knappen-Slogan „Marmor, Stein und Eisen bricht, aber die Liebe zum FC Schalke nicht!“ lebt – Glück auf, Horst Schwafferts!

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