Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

28.11.2019, 13.18 Uhr   |   Marcus Müller   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Lebenshilfe-Markt: „Ein ganz besonderes Wochenende“ beschert

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Beim Adventsmarkt 2019 der Lebenshilfe in Cronenberg gab es wieder viel Schönes und Kreatives zu bestaunen… | Foto: Marcus Müller

„Das ist ein ganz besonderes Wochenende für Cronenberg und ganz Wuppertal“, zeigte sich Sozialdezernent Dr. Stefan Kühn begeistert über den traditionellen Adventsmarkt der Lebenshilfe Wuppertal. „Dem Markt fiebern ganz viele Menschen entgegen.“ Bei seinem Besuch kam Kühn – der in den 1980er-Jahren seinen Zivildienst an der Heidestraße geleistet hatte – aus dem Staunen nicht mehr heraus.

Ob Seifen in Engel-, Stern-, Rentier- oder Tannenbaumform aus der hauseigenen Seifenwerkstatt, selbstgemachter Holunderbeerlikör, gestrickte Strümpfe und Patchworkdecken vom Mütterkreis, liebevoll gestaltete Weihnachtsgestecke und die von der Justizvollzugsanstalt (JVA) Simonshöfchen aus Holz gefertigten Krippen, Laternen und Elche – wer ein schönes Weihnachtsgeschenk suchte, der hatte eine große Auswahl.
„Das ist der schönste Weihnachtsmarkt, den ich kenne“, freute sich auch Ralf Dahm über die großartige Resonanz.

Auch Sozialdezernent Dr. Stefan Kühn, einst „Zivi“ bei der Lebenshilfe, schaute auf einen Adventsmarkt-Bummel an der Heidestraße vorbei. | Foto: Marcus Müller

Auch Sozialdezernent Dr. Stefan Kühn, einst „Zivi“ bei der Lebenshilfe, schaute auf einen Adventsmarkt-Bummel an der Heidestraße vorbei. | Foto: Marcus Müller

Wie auch bei der Cronenberger Werkzeugkiste war Dahm auf dem Adventsmarkt einer der Losverkäufer, die den rund 1.000 Besuchern viele wertvolle Preise (und auch ein paar Nieten…) bescherte. „Der Adventsmarkt ist nicht nur schön. Er zeigt auch, was Menschen mit Behinderung zu leisten imstande sind“, ergänzte Lebenshilfe-Geschäftsführer Stefan Pauls. Monate zuvor hatten in den Werkstätten an der Heide- und Hauptstraße die Arbeiten für den Adventsmarkt begonnen. Es wurden Stände aufgebaut, Engel gebastelt, Papiertüten mit Weihnachtsmotiven gestanzt und Plätzchen gebacken.

„Die Mitarbeiter machen durch ihre Arbeit und ihren Einsatz den Adventsmarkt möglich“, erklärte Peter Plenker, der Vorsitzende der Lebenshilfe Wuppertal, und schickte gleichzeitig einen großen Dank an die Dörper Nachbarn. „Die Mitarbeiter fühlen sich hier wohl, die Cronenberger akzeptieren die Mitarbeiter und Betreuten.“ Natürlich gab es beim Adventsmarkt auch viel (weihnachtliche) Musik: Für die sorgte nicht nur der Lebenshilfe-Chor unter der Leitung von Darko Slekovec-Mengel, sondern auch Uli Seidler am Klavier, der Damenchor Cronenberg (DCC), das Jagdhorn-Bläser-Corps Cronenberg, die Tuffi-Band und natürlich „King“ Eddy Ebeling.