Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

06.12.2019, 13.10 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Restaurant Day: Die Kulturschmiede in ein Gasthaus verwandelt

Artikelfoto

Ursula und Hans-Peter Abé (3. u. 2.v.r.), Steffi Putsch und Thomas Graap (3. u. 2.v.l.) sowie Axel Dreyer (li.) luden am Restaurant Day in die Kulturschmiede Cronenberg ein – und zahlreiche Gäste ließen es sich bei ihnen schmecken… | Foto: Meinhard Koke

„Wir möchten einen Kulturort schaffen, der Menschen zusammenbringt“, so heißt es auf der Internetseite zur Kulturschmiede Cronenberg. Genau das schaffte der Nachbarschafts- und Kulturtreff: Im Rahmen des Restaurant Day brachte die Kulturschmiede aber nicht nur Gäste zusammen, sondern auch Gastgeber. Ursula und Hans-Peter Abé, Steffi Putsch und Thomas Graap sowie Axel Dreyer bildeten in dem Stadtteil-Treff eines der insgesamt vier Pop-Up-Restaurants an diesem Tag in Cronenberg.

Und das Kulinaria-Angebot des Kulturschmiede-Quintetts war nach vieler Leuts Geschmack: Wer es bergisch-deftig mag, Suppen liebt, Vegetarier ist oder nicht und nicht zuletzt ein Freund des Gerstensaftes, war in der Kulturschmiede richtig. So hatten Ulla und Hans-Peter Abé die Kelle kräftig kreisen lassen und tischten Pfälzer Kartoffelsuppe sowie Kürbis-Süßkartoffel-Suppe und Steckrüben-Eintop mit und ohne Wurst beziehungsweise Speck auf. Das schmeckte den Gästen: Bereits eine Stunde vor dem Restaurant-Zapfenstreich war der Kartoffelsuppen-Topf leer, knapp danach war die Kürbissuppe verputzt.

Für alle Nicht-„Suppenkasper“ tischten Steffi Putsch und Thomas Graap derweil Kotternbuttern auf. Die Co-Gastgeber hielten die bergische Mettwurst-Spezialität in zwei Varianten bereit, beide natürlich mit Schwarzbrot sowie Zwiebeln und Senf – lecker! Ob Suppe oder Schleifer-Wurst, zu beiden Hungerstillern passte die Bier-Verkostung, welche Axel Dreyer im Angebot hatte: Auf der „Karte“ des Dörper Bier-Experten standen acht verschiedene Bier-Sorten. Vom Bamberger Rauchbier über das Tegernseer Spezial bis zum traditionellen Gerstengetränk der Londoner Hafenarbeiter konnten die Gäste ihre Bier-Sinne auch mit Hilfe eines Verkostungsbogen und natürlich der Expertisen von Axel Dreyer eingehend schulen.

Nur das „Cronenberg-Bier No. 4“, welches Axel Dreyer nach eigenem Rezept brauen lässt, war nicht im Angebot – der Dampfkessel in der Museumsbrauerei Hagen, wo das Dreyer-Bier zubereitet wird, war kaputt… Das tat dem Treiben in der Kulturschmiede jedoch keinen Abbruch: In der „Stunden-Gaststätte“ herrschte ein munteres Kommen und Gehen und eine gesellige Atmosphäre wie in einer angesagten Gaststube – der Restaurant Day brachte die Menschen an der Hütte 3 zusammen.

Und trug zudem auch ein Stückchen zum Unterhalt des Kulturortes in der Dörper Altstadt bei: Alles, was an Obolussen für Suppe, Kottenbutern und Bier ins Spendenschwein gesteckt wurde, spendete das Quintett an den Kulturschmiede-Trägerverein – auch lecker…!