Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

03.01.2020, 16.22 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Friedensstraße: Himmelslaterne auf Garagendach gelandet

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Überraschend groß: Astrid und Bernhard Block mit dem „Wunschzettel“ und der Himmelslaterne, die in der Silvesternacht auf dem Dach ihrer Garage in der Friedensstraße niederging – zum Glück schon erloschen… | Foto: Meinhard Koke

Mit einer Tragödie begann das neue Jahr im Zoo Krefeld: Durch einen Großbrand wurde das Affenhaus vollständig vernichtet, 30 Tiere starben, ein Millionenschaden entstand. Wie am gestrigen Donnerstag-Vormittag auf einer Pressekonferenz bestätigt wurde, wird als Auslöser des Dramas eine sogenannte Himmelslaterne vermutet.

Als Astrid und Bernhard Block von der Krefelder Tragödie erfuhren, waren sie zuätzlich geschockt: Schließlich war in der Silvester-Nacht ein solcher, im Chinesischen „Kongming-Laterne“ genannter Lampion, auf ihrem Garagen-Dach in der Friedensstraße gelandet. Zum Glück war die Flamme darin bereits erloschen, was andernfalls hätte passieren können, möchte sich das Dörper Ehepaar ob der Krefelder Tragödie gar nicht ausmalen.

Da sie an der Laterne einen handgeschriebenen Zettel mit guten (Schulnoten-)Wünschen für 2020 fanden, vermuten die Blocks, dass ein Schüler das Lampion steigen ließ, vielleicht sogar, um damit – statt Feuerwerk – der Umwelt etwas Gutes zu tun. „In Asien am Meer kann man das vielleicht machen, aber nicht im Dorf“, appellieren Astrid und Bernhard Block gerade auch nach dem Krefeld-Drama: „Himmelslaternen sind hier kein Ersatz für Feuerwerk!“

Zumal: In NRW ist ihr Gebrauch bereits seit 2009 als Ordnungswidrigkeit untersagt, wer dagegen verstößt, riskiert ein Bußgeld von bis zu 1.000 Euro – und Schlimmeres…!