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23.01.2020, 13.19 Uhr   |   Marcus Müller   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Zukunft des Cronenberger SC: „Müssen jetzt ins Handeln kommen“

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CSC-Vorsitzender Hartmut Gose, Holger Jörges, Michael Kauhaus, Dirk Büttgenbach und Nico Sonnenschein (v.l.n.r.) stellten die Pläne für die „Cronenberger Jungs 2023“ vor. | Foto: Marcus Müller

In den Dialog treten und Ideen entwickeln, die allen weiterhelfen – das will der Vorstand des Cronenberger Sportclubs (CSC) tun. Aus diesem Grund hatte man am vergangenen Sonntag unter der Überschrift „Tradition auf Zukunftskurs – Cronenberger Jungs 2023“ zum ersten Neujahrsempfang ins Steinhaus des „Cronenberger Festsaals“ geladen, um mit Mitgliedern, Freunden, Gönnern und Sponsoren ins Gespräch zu kommen. Im Fokus stand dabei das ehrgeizige Zukunftskonzept des CSC.

CSC als Nummer 2 hinter dem WSV positionieren

Die Herausforderung ist es, den Verein als Nummer 2 hinter dem Wuppertaler SV zu etablieren. „Am WSV zu kratzen wäre vermessen“, musste der bei den Grün-Weißen für das Sponsoring zuständige Holger Jörges zugeben. Auch wenn die „leicht herausfordernde Situation der ersten Mannschaft“, so Marketing-Experte Nico Sonnenschein, in dieser Saison den Verantwortlichen natürlich zu schaffen mache, „unser Ziel ist die Oberliga“, betonte er. Hinter den Kulissen laufen bereits ligaunabhängig die Vorbereitungen für die neue Spielzeit auf Hochtouren, nicht zuletzt wegen der Winterabgänge Ercan Aydogmus und Marvin Mühlhause. Für Peter Radojewski, der nur noch bis zum Sommer CSC-Trainer bleibt, soll bald schon ein Ersatz präsentiert werden. Während eine Mädchenmannschaft aufgrund der mangelnden Platzkapazitäten derzeit nicht im Gespräch ist, soll es aber eine zweite Mannschaft ab der neuen Saison wieder geben. „Es ist eine Menge in den letzten Wochen passiert, wir müssen jetzt ins Handeln kommen“, skizzierte Sonnenschein die Situation.

Und da schließt er auch ausdrücklich den gesamten Verein und den in die Jahre gekommenen Horst-Neuhoff-Sportplatz an der Hauptstaße mit ein. „Man fühlt sich fast wie der SC Freiburg in Wuppertal“, sagte Sonnenschein. Die letzte große Renovierung der städtischen Sportanlage sei bereits ein paar Jahre her, musste CSC-Vorsitzender Hartmut Gose eingestehen, hier und da platze die Farbe ab, bröckele der Putz und gedeihe der Schimmel. Das Sportamt habe aber eine sechsstellige Summe für die Sanierung in Aussicht gestellt – „wenn wir 51 Prozent selber stemmen“, berichtet Nico Sonnenschein. Das könne mit finanziellen Mitteln oder eigenen Arbeitsleistungen geschehen. „Daher sind wir auf eure Hilfe angewiesen“, appellierte er an die Anwesenden. „Das ist wahrscheinlich für die nächsten 30 bis 40 Jahre die einzige Möglichkeit, wo die Stadt in der Lage ist, den Horst-Neuhoff-Sportplatz zu sanieren.“

„CSC-Payback“ soll Mitgliedern Vorteile bieten

Ob die bisherigen Räumlichkeiten einfach nur auf Vordermann gebracht werden oder ob vielleicht sogar eine weitere Etage oder ein Anbau möglich sei, das entscheide sich durch die Mitwirkung der Sponsoren und Vereinsmitglieder. Der Umbau des Vereinsheimes und die Sanierung der Toiletten in Kabine 3 werden als erster Schritt in Angriff genommen, um der Stadtverwaltung den Willen zur Mitarbeit zu zeigen.

Darüber hinaus wird auch mehr Aufmerksamkeit dem Marketing gewidmet: Nicht nur eine neue Website soll bald schon für die „Cronenberger Jungs“ an den Start gehen, auf der für Unternehmen die Möglichkeit besteht, an verschiedenen Stellen zu werben, ebenfalls wird die Präsenz in den sozialen Netzwerken ausgeweitet und auch ein Online-Shop integriert. Darüber hinaus entsteht unter dem Arbeitstitel „CSC-Payback“ ein Rabattsystem bei den Sponsoren, die den aktuell rund 500 Vereinsmitgliedern Preisnachlässe beim Einkauf anbieten.