Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

03.02.2020, 18.56 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Lindenallee: 18-Monate-Dauersperrung soll am 17. Februar starten

Artikelfoto

Die Lindenallee wird ab Februar 2020 zur nächsten Dauerbaustelle in Cronenberg. Anders als auf unserem Archivbild soll die Allee dann aber für den Durchgangsverkehr gesperrt werden. | Foto: Meinhard Koke

Mit der Wieder-Freigabe der Hastener Straße freuten sich am 12. Dezember 2019 nicht nur die Geschäftsleute am Cronenfeld. Auch Autofahrer und Busnutzer strahlten, natürlich: Endlich eine Dauerbaustelle weniger! Die Freude an dem vorzeitigen „Weihnachtspräsent“ währt noch rund zwei Wochen, dann wird das nächste „Fass“ aufgemacht, sprich beginnt die nächste Dauerbaustelle: Am 17. Februar wird in der Lindenallee gebuddelt.

Für voraussichtlich anderthalb Jahre wird die Allee zwischen Hauptstraße und Berghauser Straße dann für den Durchgangsverkehr gesperrt sein. Die Wuppertaler Stadtwerke (WSW) machen in der Dörper Straße so ziemlich alles neu was geht: Ob Schutz- und Regenwasser-Kanäle, Wasserleitungen, 1-kV- und 10-kV-Stromleitungen sowie die Hoch- und Niederdrucktrassen für Gas – alles wird von den Stadtwerken neu verlegt.

Die 18-monatige Großbaustelle wird von den WSW voraussichtlich in drei Abschnitten durchgeführt. Der zugleich „dickste“ wie schwierigste „Brocken“ wird dabei direkt zum Beginn angepackt: der Abschnitt zwischen den Einmündungen Berghauser Straße und Kemmannstraße. Allein für diesen Startabschnitt veranschlagen die Stadtwerke nach Angaben von WSW-Projektleiter Mathias Sommerauer rund ein Jahr.

Keine Durchfahrt, aber bis Baustellenbereich beidseitig befahrbar

Zwar wird die Lindenallee während der anderthalb Jahre nicht durchfahrbar sein. Zumindest bis zu den jeweiligen Baustellenbereichen werden Anwohner beziehungsweise Anlieger die Allee aber befahren können. Für den voraussichtlich einjährigen ersten Bauabschnitt, der übrigens auch mit der Feuerwehr abgestimmt wurde, heißt das: Aus Richtung Haupt-/Amboßstraße werden Autofahrer die Lindenallee bis Karl-Greis-Straße während der zwölf Monate weiter nutzen können.

Die voraussichtlich beiden weiteren Baustellenabschnitte sind noch nicht endgültig abgestimmt. Nach aktuellem Plan wird in der zweiten Phase von der Kemmannstraße bis zur Amboßstraße und im anschließenden dritten Abschnitt von hier aus bis zur Einmündung Holzschneiderstraße gebuddelt. Beide Abschnitte sind auf jeweils drei bis vier Monate veranschlagt. Sind die Stadtwerke mit einem Abschnitt fertig, so soll dieser direkt neu asphaltiert und für den Verkehr in beiden Richtungen wieder freigegeben werden.

Zur Werkzeugkiste 2021 wird die Baustelle freigeräumt

Der Vorlauf für die neue Dauerbaustelle hat derweil bereits begonnen: In Form von sogenannten „Such-Schachtungen“ ermitteln die Stadtwerke aktuell den exakten Verlauf der Ferngas-Leitung in der Lindenallee. Die Ergebnisse müssen die WSW mit ihren Planungen abgleichen, da die neu zu verlegenden Leitungen, so WSW-Projektleiter Sommerauer, „in einem gehörigen Abstand“ zu der Ferngastrasse verlegt werden müssen.

Dass die Baustelle mit der auf den 26. Juni 2021 terminierten Werkzeugkiste überlappt, haben die Planer übrigens „auf dem Schirm“: Dann sollen die Bauarbeiten unterbrochen und die Lindenallee freigeräumt werden, sodass die Allee als „Bypass“ für die gesperrte Rathausstraße dienen kann.