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18.02.2020, 19.31 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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Von Grusel bis zum „Urmel“: Vorhang auf fürs TiC-Spieljahr 2020

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Laden mit viel Programm ein zu einem neuen Spieljahr ins TiC: die Co-Theaterchefs Professor Stefan Hüfner (li.) und Ralf Budde. | Foto: Meinhard Koke

Die Cronenberger Bühnen ziehen mit Evergreens, Bestsellern, starken Stücken, Romantik und Spannung wieder viele Register.

„Wir freuen uns sehr…“, dieser Satz war wohl der meistgebrauchte bei der Präsentation des Spieljahres 2020 des TiC-Theaters: Sieben Premieren werden in diesem Jahr an den Dörper Bühnen ihre Erstaufführung erleben – auf jedes einzelne Stück freuen sich Ralf Budde und Prof. Stefan Hüfner, die beiden Co-Chefs des Cronenberger Theaters, schon sehr!

Im verflixten dreizehnten Jahr ihrer Intendantschaft an der Borner Straße dürfen Budde/Hüfner ihr bislang durchweg „verflixt gekonnt-glückliches Erfolgshändchen“ erneut unter Beweis stellen. Zumal sie auch für die Premieren 2020 wieder „verflixt“ gutes Gast-Personal gewinnen konnten. Mit Stefanie Smailes und Ehemann Dustin Smailes sowie Julia Meier haben sich drei TiC-Eigengewächse, die von der Borner Straße aus den Sprung auf die großen Bühnen geschafft haben, als Gast-Regisseure angekündigt.

17. April: „Ewig jung“
Diplom-Musical-Darsteller Dustin Smailes, zuletzt hierzulande im Opernhaus in der „Rocky Horror Picture Show“ umjubelt, wird am 17. April den Liederabend „Ewig jung“ inszenieren – ein mit vielen Hits aus Pop oder Musical gespickter, komödiantisch-berührender Abend über die Würde des Alterns, dem die Kritik gewiss auch im TiC-Atelier das Prädikat „mitreißend“ verleihen wird. Ehefrau Stefanie Smailes nimmt am 30. April auf dem TiC-Regiestuhl Platz.

30. April: „All das Schöne“
Die Absolventin der renommierten Bayerischen Theaterakademie August Everding, die auch schon bei den Salzburger Festspielen oder an den Theatern in Augsburg und Basel auf der Bühne stand, wird „All das Schöne“ auf die Bühne bringen. In der TiC-Reihe „Starke Stücke“ wird sie an dem Solo-Abend zugleich auch selbst auf der Bühne stehen – als eine von Depressionen geplagte junge Frau, welche eine Liste all der schönen Dinge erstellt, die sie noch erleben möchte.

30. Oktober: „SMS für dich“
Am 30. Oktober inszeniert die Diplom-Schauspielerin ein zweites Stück 2020 im TiC: Mit „SMS für dich“, eine der deutschen Top-Ten-Kino-Produktionen des Jahres 2016, wird Stefanie Smailes eine Romantik-Komödie an der Borner Straße in Szene setzen.

8. Mai: „Die Tanzstunde“
Zuvor, am 8. Mai, wechselt Julia Meier vom Engelsgarten an die Borner Straße: Das Ensemble-Mitglied des Schauspiels Wuppertal, welches mit dem Sommer-Hit „Maria, ihm schmeckt’s nicht“ einen großen Erfolg am TiC feierte, nimmt sich diesmal „Die Tanzstunde“ vor. Die Komödie um einen Autisten, der bei einer durch einen Unfall aus dem Takt gebrachten Tanzlehrerin Unterricht nimmt, ist witzig und berührend zugleich – „Man will, dass es niemals aufhört“, urteilte zum Beispiel „The Boston Globe“.

4. September: „Schtonk“
Nach der sommerlichen Premieren-Pause geht das TiC mit „Vollgas“ in das letzte Drittel 2020 seines Theaterjahres: Mit „Schtonk“ hat sich TiC-Co-Chef Ralf Budde den Stoff der gefälschten Hitler-Tagebücher vorgenommen. Die grell-freche (Medien-)Posse mit grotesken Zügen um den legendären Stern-Skandal von 1983, welche Helmut Dietl zu einem großen Kino- und Fernseherfolg machte, feiert am 4. September Premiere an der Borner Straße.

16. Oktober: „Sugar“
Der musikalische TiC-„Blockbuster“ 2020 folgt am 16. Oktober: Gemeinsam lassen die TiC-Chefs Budde/Hüfner dann den Premieren-Vorhang für das Musical „Sugar“ im TiC-Atelier fallen. Das Stück fußt auf dem Kult-Film „Manche mögen‘s heiß“ von Billy Wilder, der als beste amerikanische Komödie aller Zeiten gilt. Filmgeschichte schrieb die Szene, in der die Abluft der U-Bahn den Rock von Marilyn Monroe aufwirbelt. Mit „I Wanna Be Loved by You“ landete die Hollywood-Ikone hier musikalisch ihren größten Hit. Die Musical-Adaption von Peter Stone, die 1973 mehrfach für den „Tony Award“ nominiert war und den „World Award“ gewann, wurde nach der Premiere über 500-mal am Broadway gespielt.

29. November: „Urmel“
Das Finale des TiC-Spieljahres 2020 bildet die Wiederaufnahme von „Urmel aus dem Eis“: Ende November 2019 als Weihnachtsstück für die ganze Familie auf die TiC-Bühne gebracht (die CW berichtete), ist der Kinderbuch-Klassiker von Max Kruse ein derartiger Renner, das er noch immer an der Borner Straße zu sehen ist. Im März aber geht das Urmel in den Sommerschlaf, damit es zur Freude von Klein, aber auch Groß am 29. November wie aus dem Ei gepellt erneut im TiC für schöne Weihnachten sorgen kann.

Infos, Kontakt & Karten

Ob Spaß oder ernster Stoff, ob Grusel oder Romantik, ob altgedienter Welterfolg oder junger Bestseller, der TiC-Spielplan 2020 hält Premieren vieler Genres und für jeden Geschmack bereit – mit Ralf Budde und Stefan Hüfner können sich also auch die Theater-Freunde freuen. Mehr Infos zum Spielplan des TiC-Theaters sind online unter tic-theater.de abrufbar.

Karten gibt es hier ebenso wie im TiC-Büro an der Hauptstraße 3 oder auch unter der TiC-Nummer (02 02) 47 22 11. Wer kurzfristig ins TiC möchte, könnte Pech haben – viele TiC-Stücke sind derart begehrt, dass Karten erst für Aufführungen in bis zu acht Wochen zu haben sind… Übrigens: Krankheitsbedingt wurde die für Mitte Februar angesetzte erste TiC-Premiere 2020 verschoben werden: Der Vorhang für den Thriller „Die Therapie“ wird nunmehr am 26. Februar an der Borner Straße aufgehen.

 

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