Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

20.03.2020, 18.15 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Städtedreieck: Keine Zusammenkünfte mehr über vier Personen

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Update (19.06 Uhr):
Die Verfügung gilt natürlich nicht für fünf- und mehrköpfige Familien (in häuslicher Gemeinschaft) oder etwa auch Arbeitende, die zum Beispiel auf einer Baustelle tätig sind.

Erstnachricht:
Die drei Städte im bergischen Dreieck haben gerade eben gemeinsam entschieden: Die Oberbürgermeister Andreas Mucke (Wuppertal), Tim Kurzbach (Solingen) und Burkhard Mast-Weisz (Remscheid) verschärfen die Corona-Beschränkungen – ab 0 Uhr in der Nacht zum morgigen Samstag, 21. März, sind alle Zusammenkünfte mit mehr als vier Personen unter freiem Himmel in allen drei Städten untersagt.

Die Stadtchefs haben sich ferner darauf verständigt, ihre derzeit geltenden Allgemeinverfügungen, in denen die Beschränkungen des Öffentlichen Lebens festgelegt sind, zu harmonisieren. Die Oberbürgermeister sehen diesen Schritt angesichts der steigenden Zahlen an Infizierten sowie des ersten Corona-Toten im Bergischen Land als zwingend notwendig an. Unterstützt vom Deutschen Städtetag wenden sich Andreas Mucke, Tim Kurzbach und Burkhard Mast-Weisz in einem Brief zudem direkt an die Landesregierung.

Darin fordern die Oberbürgermeister umgehend eine eindeutige Verfügung des Landes, die als Grundlage für alle Kommunen in NRW dient. Es sei dringend an der Zeit, das Vorgehen zu ändern und zukünftig (wie zum Beispiel in Bayern und im Saarland) mit Rechtsverordnungen zu arbeiten. An die Menschen in Wuppertal, Solingen und Remscheid richten die drei Stadt-Chefs derweil erneut den dringenden Appell, zu Hause zu bleiben und die sozialen Kontakte auf ein Minimum zu reduzieren.

Die neue Allgemeinverfügung zeige nicht nur die neuen Beschränkungen auf – sie sei auch Beweis für den Ernst der Lage.