Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

30.04.2020, 18.54 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Corona: Öffnung von Zoos & Spielplätzen – Gastronomie vertagt

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Update (19.07 Uhr):
Museen und Galerien oder Zoologische Gärten und Garten- und Landschaftsparks dürfen in NRW ab Montag, 4. Mai, unter strengen Hygiene- und Infektionsschutzvorgaben wieder öffnen. Freizeitparks bleiben weiter geschlossen. Unter Auflagen dürfen auch Volkshochschulen, Musikschulen, öffentliche, behördliche und private außerschulische Bildungseinrichtungen, Einrichtungen zur Berufsaus-, -fort und -weiterbildung sowie das zugehörige Prüfungswesen in NRW ebenfalls wieder öffnen.

Update (18.26 Uhr):
Die Nutzung von Spielplätzen ist in NRW ab Donnerstag, 7. Mai 2020, wieder zulässig. Begleitpersonen haben hier untereinander einen Mindestabstand von 1,5 Metern zu gewährleisten, es sei denn sie leben in häuslicher Gemeinschaft.

Erstnachricht:
Bei ihrer Schaltkonferenz haben Bund und Länder am heutigen Nachmittag, 30. April 2020, vereinbart, dass in einem nächsten Lockerungs-Schritt des Corona-Lockdowns zunächst Spielplätze, Zoos, Museen und Galerien sowie Gedenkstätten wieder öffnen dürfen – allerdings nur unter Auflagen. Ein einheitlicher Zeitpunkt dazu wurde nicht festgelegt. Das soll vielmehr in den Ländern auch mit den Kommunen abgestimmt werden.

Großveranstaltungen wie Volksfeste, größere Sportveranstaltungen mit Zuschauern sowie Konzerte bleiben derweil weiter bis Ende August untersagt. Eine Entscheidung zur Wiederaufnahme der Fußball-Bundesliga und des Vereinssports wurde vertagt. Unter anderem hierüber soll nun bei der nächsten Bund-Länder-Konferenz am 6. Mai erneut beraten werden. Dann sei eher beurteilbar, ob sich die bisherigen Lockerungen verstärkend auf das Infektionsgeschehen ausgewirkt haben.

Zudem wurde vereinbart, dass Bund und Länder bis zum 6. Mai Beschlussvorschläge erarbeiten sollen, wie Schulen, Kitas und der Sportbetrieb schrittweise wieder beziehungsweise weiter geöffnet werden können. Ebenso sollen bis zum 6. Mai Vorschläge zu einer schrittweisen Öffnung von Gastronomie und (inländischen) Tourismus-Angeboten vorbereitet werden. Dann soll, so NRW-Ministerpräsident Armin Laschet, der Gastronomie eine Perspektive, also ein Fahrplan aufgezeigt werden – natürlich in Abhängigkeit von der weiteren Entwicklung der Pandemie.

Bundeskanzlerin Angela Merkel betonte in ihrer Pressekonferenz derweil, dass zur Eindämmung der Corona-Krise eine bundeseinheitliche Strategie nötig sei – das dürfte ein Seitenhieb gegen die individuellen Öffnungsmaßnahmen der Länder gewesen sein, also auch der NRW-Regelungen. Die Kanzlerin appellierte, auch weiterhin alles zur Eindämmung der Pandemie zu tun, diszipliniert zu bleiben und weiter die Corona-Auflagen und Hygiene-Vorschriften zu beachten. Die Corona-Krise sei eine gewaltige Herausforderung, für die es „keinerlei Vorlage gibt“.

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet unterstrich derweil, dass NRW bundesweit die zweithöchste Corona-Reproduktionszahl aufweise. Das sei auch ein Ergebnis der Maßnahmen des Landespolitik. Diesen Status gelte es zu erhalten. Wann in NRW die Spielplätze, Zoos, Museen & Co wieder öffnen, wollte Laschet nicht sagen. Dazu werde es ab morgen Vorgaben geben.

Zudem bekräftigte Laschet, dass ab 7. Mai die Viertklässler in NRW wieder zur Grundschule gehen werden. Über nächste Schritte werde am 6. Mai entschieden.