Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

06.05.2020, 16.58 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

NRW-Fahrplan: „Das öffentliche Leben kehrt zurück…“

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Update (18.22 Uhr):
NRW-Familienminister Dr. Joachim Stamp will den Fahrplan zur schrittweisen Öffnung der KiTas in NRW noch in dieser Woche vorstellen.

Laut dem NRW-Schul-Fahrplan kehren nach den Viertklässlern morgen ab Montag, 11. Mai, zunächst die Jahrgangsstufen 1 bis 4 im tageweisen Wechsel wieder in die Schulen zurück. Gleiches gilt in einem ebenfalls tageweise rollierenden System für die Absolventen 2021 sowie für die Jahrgänge 5 bis 9 an den Sekundarstufe-I-Schulen.

An Gesamtschulen und Gymnasien in NRW soll der Präsenz-Unterricht für die Jahrgänge 5 bis hin zu den Schülern der Einführungsphase indes erst ab dem 26. Mai rollierend wieder beginnen. Weil dann die Haupttermine der Abitur-Prüfungen abgeschlossen sein sollen.

Update (18.12 Uhr):
In Bezug auf die Wiederöffnung von Fitnessstudios, Tanzschulen und Sporthallen am 11. Mai teilt das Land mit, dass die Nutzung von Dusch-, Wasch-, Umkleide-, Gesellschafts- und sonstige Gemeinschaftsräumen in NRW untersagt bleibt. Auch sind Zuschauer-Besuche nicht erlaubt. Reitsport kann derweil auch in geschlossenen Reitsport-Anlagen und -Hallen betrieben werden.

Update (18.07 Uhr):
Ähnlich wie zuvor bei den Friseuren können sich nun auch Massagestudios, Kosmetiker und Tattoo-Studios auf ihre Wiederöffnung vorbereiten. Sie sollen passgenaue Infektionsschutzkonzepte erstellen, um im Anschluss wieder an den Start gehen zu können. Ein Termin dafür steht noch nicht fest.

Update (18.03 Uhr):
Restaurants, die ab dem 11. Mai wieder in NRW öffnen dürfen, müssen im Innen- und Außenbereich die Einhaltung des Abstandsgebots gewährleisten und ein Infektionsschutz- und Hygiene-Konzept vorlegen können. Büfett-Angebote mit offenen Lebensmitteln bleiben nicht zulässig.

Weiterhin geschlossen bleiben in NRW bis auf Weiteres Kneipen, Bars, Clubs, Diskotheken und Bordellbetriebe.

Update (17.57 Uhr):
Der Landessportbund (LSB) NRW atmet auf, dass „der unverzichtbare Vereinssport“ in NRW bereits ab dem morgigen Donnerstag, 7. Mai, wieder unter freiem Himmel in Bewegung kommen kann – allerdings kontaktlos und unter Beachtung der gültigen Abstandsregeln und Hygienevorschriften. Ab Montag, 11. Mai, könne dann unter diesen Bedingungen auch wieder in NRW-Sporthallen, Kursräumen oder in Fitnessstudios Sport betrieben werden.

Für die leistungssportorientierten Vereine, so LSB-Präsident Klett weiter, bleibe der angekündigte NRW-Restart ab 30. Mai indes noch „noch ein längerer Weg zur erhofften Normalität“.

Update (17.37 Uhr):
Mit den Abitur-Prüfungen wird in NRW ab kommenden Dienstag, 12. Mai, gestartet – das sei, so Gebauer abschließend, auch in anderen Bundesländern unter Corona-Bedingungen gelungen.

Update (17.32 Uhr):
Laut Bildungsminsterin Gebauer haben alle Schulen bereits Konzepte erstellt, um ihren Eltern für die nächsten sieben Wochen bis zu den Sommerferien jeweils Zeitpläne für ein individuell rollierendes System aus Präsenz- und Distanz-Unterricht vorlegen zu können. Die Absolventen 2021 sollen vorrangig als erste Jahrgänge in die NRW-Schulen zurückkehren.

Wann das geschehen könne, hänge aber von den Kapazitäten an den jeweiligen Schulen ab – wie offenbar der gesamte Schul-Restart in NRW. Das Ziel sei, die Schüler möglichst früh tageweise zurück in den Präsenz-Unterricht zu bringen. Das dürften die Schulen allerdings individuell entscheiden. Einen Samstags- beziehungsweise Schicht-Unterricht soll es in NRW nicht geben.

An den Sommerferien soll grundsätzlich nicht „gerüttelt“ werden, aber hier soll es Angebote für bestimmte Schüler mit Bedarfen geben.

Update (17.15 Uhr):
MP Laschet bezeichnet die bundesweit beschlossene „Corona-Notbremse“ als „präzises und regionales Bekämpfen der Pandemie“. Das weitere Infektionsgeschehen sei jedoch der Maßstab für alle Maßnahmen. Der Stufen-Plan für Mai bleibe nur bestehen, solange das Corona-Virus unter Kontrolle sei.

Update (17.08 Uhr):
Das Kontakt-Verbot bleibt in NRW, allerdings wie heute bundesweit (bis auf Sachsen-Anhalt) erweitert: Nunmehr dürfen sich in NRW also die Angehörigen zweier Haushalte im öffentlichen Raum treffen.

Update (17.05 Uhr):
Die Grund- und weiterführenden Schulen in NRW sollen laut Ministerin Gebauer unter Auflagen in einem rollierenden System für allen Jahrgangsstufen ab Montag, 11. Mai 2020, wieder Präsenz-Unterricht geben – allerdings unter Auflagen und je nach Raum- und Lehrer-Kapazitäten.

„Aber es wird vorerst keinen Unterricht geben wie wir ihn kannten“, stellte die NRW-Ministerin klar. Bis zum Sommer sollen aber alle Schüler zumindest teilweise wieder in die Schulen zurückkehren können. Es wird einen Mix aus Präsenz- und Distanz-Unterricht geben.

Erstnachricht:
Im Anschluss an die Pressekonferenz in Berlin zu der heutigen Schaltkonferenz von Bund und Ländern trat NRW-Ministerpräsident Armin Laschet und Schulministerin Yvonne Gebauer am Nachmittag vor die Kameras, um über die konkreten Maßnahmen der NRW-Landesregierung zu informieren.

Zuvor berichtete Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann, dass die Reproduktionszahl in NRW bei etwa 0,7 liegt. MP Laschet sagte im Anschluss man sei mit der Abflachung der Infektionskurve in Deutschland jetzt an einem Punkt, wo man eine Perspektive benennen können. Es sei froh, dass man jetzt regional differenziert mit dem Corona-Virus umgehen könne. Beschränkungen würden nun zielgerichtet nur noch dort angewandt, wo die Notwendigkeit dazu bestehe – 80 Millionen Deutsche müssten nicht mehr insgesamt eingeschränkt werden.

Wie Laschet sagte, setze man nun auf die Eigenverantwortung der Menschen. Diese hätten sich in den letzten Wochen verantwortungsvoll gezeigt und damit die Abflachung der Corona-Kurve erreicht. Der NRW-Ministerpräsident unterstrich, dass die Einhaltung der Corona-Auflagen und Abstandsbestimmungen weiterhin höchstes Gebot bleibe. Als „Nordrhein-Westfalen-Plan“ verkündete Laschet, dass– neben der Wiederöffnung der Altenheime zum Muttertag – ab dem 11. Mai Veranstaltungen mit weniger als 100 Personen wieder stattfinden können, so auch kleinere Konzerte.

Die 800-Quadratmeter-Grenze im Einzelhandel wird zum 11. Mai in NRW aufgehoben. Auch die Gastronomie kann ab Montag wieder starten – unter Auflagen. Innerhalb von NRW werden touristische Reisen und Aufenthalte wieder möglich sein, auch Freizeitparks werden wieder öffnen können. Ebenfalls Sportvereine sollen unter strengen Auflagen ab Montag wieder starten, ab 20. Mai dürfen die Freibäder wieder aufmachen.

Ab dem Pfingst-Wochenende darf es dann auch wieder Sport mit Körperkontakt geben – auch innen, aber ebenfalls unter Auflagen. Kinos und Theater in NRW sollen ab 30. Mai wieder proben und auch aufführen dürfen. Großveranstaltungen bleiben indes weiter bis Ende August ausgesetzt. Die Tourismus-Frage will Laschet mit den Nachbarn Holland und Belgien abstimmen. „Das öffentliche Leben kehrt zurück“, sagte MP Laschet zum Abschluss seines Statements. Wenn sich die Bürger weiterhin so verantwortungsvoll verhielten, würden die Lockerung gelingen.

NRW-Bildungsministerin Yvonne Gebauer verkündete anschließlich eine schrittweise, vorsichtige Weiter-Öffnung der Schulen.

Unser Bericht zur Pressekonferenz von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Landeschefs Markus Söder (Bayern) und Peter Tschentscher (Hamburg) ist hier abrufbar.