Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

20.05.2020, 15.08 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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Ev. Gemeinde Cronenberg: „Carepakete“ für „gebeutelte“ Konfis

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Gingen auf einen „Sonntagsausflug“ per Bulli durch die Gemeinde zu ihren Konfis: die Pfarrer Jutta Weigler und Quinton Ceasar. | Foto: privat

Am vergangenen Wochenende, 16./17. Mai 2020, hätten sie eigentlich ihren großen Tag gehabt: Am Samstag und Sonntag wären dann 44 junge Dörper in der Evangelischen Gemeinde Cronenberg konfirmiert worden – und im Anschluss hätten sie sicherlich mit ihren Familien und Freunden groß gefeiert und einen tollen Tag verlebt.

Corona-bedingt ist das nun aufgeschoben, aber nicht aufgehoben: Die Konfirmationen fallen zwar natürlich nicht aus, sondern sind (laut aktuellem Stand) zunächst bis nach den Sommerferien verschoben. Um die mögliche Enttäuschung etwas zu mildern, aber den „Konfis“ die (Warte-)Zeit bis dahin auch etwas „zu versüßen“, begaben sich Pfarrerin Jutta Weigler und ihr Kollege Quinton Ceasar am Sonntag, 17. Mai, auf eine Rundtour durch den Gemeindebezirk.

Von Vonkeln bis ins Gelpetal, von der Kohlfurth bis nach Hintersudberg fuhren die beiden Pfarrer mit dem Gemeinde-Bus zu allen 44 „Konfis“, um ihnen „Carepakete“ zu überreichen. In die kleine Tütchen hatten Weigler und Ceasar zuvor nicht nur „Seelennahrung“ wie fritz-kola oder Süßigkeiten gepackt. Auch Handcreme und je ein kleines Holzkreuz steckten in dem „Carepaket“ – damit die Jugendlichen die Corona-Zeit ganz praktisch, aber auch spirituell gut überstehen. Die Kreuze hätten sie eigentlich bei ihren Konfirmationen erhalten sollen – nun helfen sie vielleicht über die Zwangspause hinweg…

Nach ihrer achtstündigen Gemeindebus-Tour quer durch Cronenberg zeigten sich aber auch Jutta Weigler und Quinton Ceasar gestärkt. Auch wenn sie sich nach eigenen Angaben oft verfahren hatten, „es war wunderbar, die Konfis nach so langer Zeit wiederzusehen und sie mit unserem Besuch unverhofft zu überraschen“, berichten die beiden Dörper Pfarrer: „Ein Gespräch an der Tür ist eben doch was anderes, als die Nachricht per Handy…“.

Ein Video von der besonderen „Konfi-Rundtour“ ist hier aufrufbar:

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