Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

18.06.2020, 14.43 Uhr   |   Marcus Müller   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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„Covidfighter“-Shirts: „Das Virus darf man nicht vergessen…!“

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Die beiden „Covidfighter“-Macher André Theisen und André Günther. | Foto: privat

Dass man das Corona-Virus nicht unterschätzen solle, das hat der Cronenberger André Günther („Günni“) selbst in vielen Fällen gesehen. Er arbeitet nämlich als Fachpfleger für Anästhesie und Intensivmedizin im Evangelischen Krankenhaus Mettmann – in den letzten Wochen war er auf der Intensivstation eingesetzt und damit in direktem Kontakt zu an COVID-19 erkrankten Patienten. „Ich habe genau die Zeit erwischt, in der das Corona-Virus seine Hochphase hatte“, berichtet er im Gespräch mit der CW. Schwer geschützt habe er den ganzen Tag über arbeiten müssen, entsprechend „gestresst und fertig“ sei er von der Arbeit gekommen.

Und seine Erlebnisse hat er auf ganz besondere Art verarbeitet: „Ich male ganz gerne als Ausgleich“, erklärt Günther – und so sei das Bild eines „Covidfighters“ entstanden, welches er auf seinem Instagram-Account postete. Da er viel Zuspruch für dieses Werk erhielt, kam der 33-Jährige dann auf eine außergewöhnliche Idee: Zusammen mit seinem Arbeitskollegen André Theisen aus Haan ließ er T-Shirts mit dem „Covidfighter“ produzieren, inwischen gibt es aber auch Hoodies, Mundschutz, Zipper und vieles weitere mit dem Menschen im Ganzkörper-Schutzanzug. „Mich hat gestört, dass Kassierer und Pfleger plötzlich als systemrelevant angesehen wurden“, berichtet Günther die Intention der beiden. „Wir sind aber auch sonst systemrelevant.“

Das ursprüngliche „Covidfighter“-Werk von André Günther. | Foto: privat

Das ursprüngliche „Covidfighter“-Werk von André Günther. | Foto: privat

Der Verkauf über den Online-Shop alltagshelden-mit-herz.shop läuft gut, von jedem verkauften Mundschutz geht ein Euro, von jedem Shirt gehen 2 Euro, von jedem Hoodie 3 Euro an die „Aktion Deutschland hilft“, die unter anderem auch eine weltweite Corona-Nothilfe ins Leben gerufen hat. „Jeder kann gerne ein T-Shirt tragen, der auf irgendwas während der Corona-Pandemie verzichtet hat“, erklärt André Günther. Das Virus dürfe man nicht vergessen, auch wenn die Infektionszahlen sinken.

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