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19.06.2020, 11.57 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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Voltigier-und Reitverein: Was brachte „Melodie“ so „auf Trab“?

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Der Voltigier- und Reitverein Cronenberg trauert um sein Pferd „Melodie“ – 16 Jahre wurde es alt. | Foto: privat

Groß war die Freude beim Voltigier-und Reitverein Cronenberg (VRVC), als nach den Lockerungen des Corona-Lockdowns (auf Abstand) die Trainings wieder aufgenommen werden konnten. Die Freude am Jöferweg währte aber nicht allzu lange, denn ein Unglück auf der Weide warf den jungen Verein wieder zurück: Wie bereits in unserer Print-Ausgabe vom 12. Juni 2020 berichtet, verletzte sich eines der beiden VRVC-Pferde am ersten Juni-Wochenende so schwer, dass die 16 Jahre alte Stute „Melodie“ eingeschläfert werden musste.

„Eine schwere Stunde für den gerade mal zwei Jahre alten Verein, vor allem für die Kleinsten“, so Jochen Mührs vom Leitungsteam: „Wir verlieren ein wunderbares, gütiges und sanftes Pferd, das von allen so sehr geliebt wurde“, ergänzt VRVC-Sportwartin Anna Bader. Was auf der Weide geschehen ist, dass „Melodie“ außer Rand und Band geriet, einen Weidezaun durchbrach und auf das zweite VRVC-Reitpferd „Classico“ losging, das lässt nicht nur den Verein rätseln, das beschäftigt aktuell auch die Polizei.

Denn, wie Vorstandsmitglied Sabine Mager-Falk berichtet, habe ein Tierarzt bestätigt, dass „Melodie“ unter hohem Stress gestanden habe: „Was hat wohl dazu geführt“, fragen sich Sabine Mager-Falk und die gesamte Vereinsfamilie, warum „Melodie“ „wie von der Tarantel gestochen“ über die Weide raste und auf „Classico“ losging. Dass ein Vorfall dazu geführt haben könnte, nährt die Beobachtung einer Spaziergängerin: Wie diese dem Verein berichtete, habe sie unmittelbar vor dem „Ausraster“ eine Gruppe von Kindern und Erwachsenen aus dem Wald kommen sehen – mit einer Schubkarre, darin Spielzeug-Waffen.

Ob der Beobachtung fragt sich der Verein nun natürlich: Wurde aus Spaß vielleicht auf „Melodie“ geschossen, sodass das Tier in Rage geriet? „Wir würden gerne wissen, was geschehen ist“, hofft Sabine Mager-Falk, dass sich vielleicht noch andere Zeugen melden: „Irgendwas muss da vorgefallen sein.“ Wer am 7. Juni in der Zeit zwischen 17 und 18 Uhr Beobachtungen im Bereich der Sudberger Weide in der Nähe des Jöferwegs gemacht hat, ist gebeten, sich unter Telefon (02 02) 247 13 90 bei der Polizei Cronenberg zu melden.

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