Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

01.07.2020, 12.18 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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Die „Mutti“ ist weg: Post reißt Familien-Graffito auseinander

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Michael Ludwig, Vorsitzender des Bürgervereins Küllenhahn, vor dem MEGX-Graffito, welches die Deutsche Post AG dezimierte. Ludwig hofft, dass die Post den abgebauten „Mutter“-Kasten in ihrem Fundus „aufstöbern“ kann und mit dem zwischenzeitlich wieder aufgestellten dritten Kasten austauscht. | Foto: Meinhard Koke

In der Anfangszeit der Corona-Krise durften sich hierzulande im Rahmen der Kontakt-Beschränkungen nur zwei Personen (aus nicht-häuslicher Gemeinschaft) im öffentlichen Raum treffen. War das wohl der Grund dafür, warum die Deutsche Post AG am Küllenhahn „zur Tat“ schritt?

An der Ecke Odenwaldweg/Rhönstraße machte die Post aus drei nun zwei – Vater und Kind durften bleiben, die Mutter wurde „wegrationalisiert“. Gemeint damit ist allerdings ein dreiteiliges Graffito auf Straßenkästen von Post beziehungsweise Telekom: Dass der gelbe Logistikriese den Mutter-Teil abbauen ließ, stößt Bürgervereinschef Michael Ludwig nicht ohne Grund auf.

Schließlich hatte der Bürgerverein Küllenhahn das Graffito vor vier Jahren finanziert und – mit Erlaubnis der Post natürlich – durch den bekannten Wuppertaler Graffiti-Künstler Martin Heuwold a.k.a. „MEGX“ gestalten lassen (die CW berichtete). Dass die Graffito-Familie nun – übrigens ohne den Bürgerverein vorab darüber zu informieren – auseinander gerissen wurde, möchte der Bürgerverein rückgängig gemacht wissen. Entsprechend hat Michael Ludwig bereits in Bonn protestiert – ob deshalb zwischenzeitlich wieder ein dritter Neu-Kasten aufgestellt wurde?

Nur ist der ohne das Mutter-Graffito – da soll die Post nun „nachlegen“, fordert der Bürgerverein eine Familienzusammenführung…!

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