08.07.2020, 16.18 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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Jugendwehr Cronenberg: Freude in der „freudlosen“ Corona-Zeit

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Sparkassen-Regionalleiterin Susanne Schönrock (mi.) sowie Detlef Elter und Michael-Georg von Wenczowsky (re.) vom FFC-Förderverein übergaben den neuen Anhänger an Dirk Jacobs (li.) und Sascha Knoth sowie drei FFC-„Kids“. | Foto: Meinhard Koke

Auch für Sascha Knoth, den Leiter der Jugendfeuerwehr der Freiwilligen Feuerwehr Cronenberg (FFC), und seine Jung-Floriansjünger sind das keine einfachen Zeiten: Coronabedingt muss die Ausbildungsarbeit mit den aktuell 14 Nachwuchsfeuerwehrleuten im Alter von zehn bis 17 Jahren von der Kemmannstraße seit Mitte März ruhen. Der „Lockdown“ fällt auch Julia und Luis (beide 12) sowie Elias (11) nicht leicht, schließlich macht ihnen die Mitgliedschaft in der Dörper Jugend-Wehr „mega-viel Spaß“, wie das junge FFC-Trio sagt – und zwar „alles“, so versichert Julia.

Zumindest etwas „Spaß“ in die pandemiebedingt „freudlose“ Zeit brachten am 30. Juni 2020 Susanne Schönrock sowie Michael-Georg von Wenczowsky und Detlef Elter: Die Leiterin der Region Elberfeld der Stadtsparkasse Wuppertal sowie Fördervereinschef Elter und Vorstandskollege von Wenczowsky übergaben einen Fahrzeug-Anhänger an die Cronenberger Jugendfeuerwehr. Das praktische Präsent im Wert von 3.500 Euro, zu dem die Sparkasse 2.000 Euro und der FFC-Förderverein die restlichen 1.500 Euro beisteuerten, machte FFC-Jugendwart Sascha Knoth ziemlich „glücklich“.

Wenn die FFC-Jugendwehr bislang zum Stadtzeltlager der Wuppertaler Jugendfeuerwehren oder auch zu alljährlichen Freizeiten und anderen Jugend-Treffen „ausrückte“, war das Ehrenamt schließlich doppelt gefragt: Weil Feldbetten, Zelte, Schlafsäcke, Ausrüstung & Co. nicht in den Mannschaftswagen passte, mussten FFC-Mitglieder mit ihren Privat-Pkw einspringen, mehrfach hin- und herfahren oder sogar Löschfahrzeuge als Transporter dienen. „Viele Jugendfeuerwehren verfügen längst über Anhänger“, erläuterte Michael-Georg von Wenczowsky, warum sich der FFC-Förderverein nun mit der Sparkasse zusammentat.

„Wir unterstützen immer gerne ehrenamtliches Engagement, das ist sozusagen unsere zweite Aufgabe“, ergänzte Sparkassen-Regionalleiterin Susanne Schönrock: „Und ganz besonders gerne machen wir das, wenn es um die Retter von morgen geht.“ Und die zeigten sich übrigens auch kreativ: Wie Dirk Jacobs, der Leiter des Cronenberger Löschzuges, hervorhob, hatten sich die Dörper Jung-Feuerwehrleute auch die auffällige Beschriftung des neuen Anhängers ausgesucht. Übrigens: Die Jungfeuerwehr Cronenberg bietet bis zu 22 Plätze, acht junge Feuerwehr-Fans können bei der FFC-Jugend also noch mitmachen. Interessierte können sich per Mail unter jugend@feuerwehr-cronenberg.de melden.

Kein FFC-Fest: Mehr Spenden oder Mitglied werden

Zwischenzeitlich hat der Förderverein der FFC sein alljährliches Cronenberger Feuerwehrfest ganz abgesagt. Eigentlich sollte das Traditionsfest im Juni stattfinden, war dann aber coronabedingt auf August/September verschoben worden. Da ein Ende der Pandemie und der damit verbundenen Auflagen nicht absehbar ist, zog der Förderverein nun endgültig die Reißleine für das Fest 2020.

Damit, so Vereinsvorsitzender Detlef Elter gegenüber der CW, büßt der Förderverein etwa 40 Prozent seiner jährlichen Einnahmen ein. Umso mehr sind die Unterstützer der Cronenberger Wehr für Spenden auf das Konto des Fördervereins Feuerwehr Cronenberg e.V. bei der Stadtsparkasse Wuppertal mit der IBAN DE48 3305 0000 0000 2336 68 dankbar. Auch Mitgliedschaften im Förderverein helfen und kosten lediglich 12 Euro pro Jahr. Für Spenden beziehungsweise Mitgliedsbeiträge werden Spenden-Bescheinigungen ausgestellt. Näheres dazu unter www.feuerwehr-cronenberg.de.

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