29.07.2020, 15.22 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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„Ich habe das sehr vermisst“: Restart-Freude im Freibad Neuenhof

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Hartmut Gröne zählte zu den ersten Badegästen der Sommer-Saison 2020, die SVN-Vorsitzender Mischa Göke (2.v.r.) im „Neuenhof“ begrüßen konnte. Oberbürgermeister Andreas Mucke (li.) und Alexandra Szlagowski, die neue Leiterin des städtischen Sport- und Bäderamtes, informierten sich derweil nur „auf dem Trockenen. | Foto: Meinhard Koke

Die Temperaturen waren zum Wochenstart am Montag, 20. Juli 2020, zwar nur noch halb so hoch wie am hochsommerlichen Sonntag zuvor. Die Freude war dafür aber doppelt so groß: Erstmals im diesjährigen Sommer konnten Schwimmer im Freibad Neuenhof wieder Bahnen ziehen. Wie mehrfach berichtet: Während des Corona-Lockdowns hatte ein aufwendiger Schaden an den Wasserzuleitungen des Freibad-Beckens dafür gesorgt, dass die „Dörper Badewanne“ bislang nicht öffnen konnte.

Wie sich am frühen Morgen zeigte, scharrten die Mitglieder des SV Neuenhof (SVN) bereits mit den Hufen: Rund 40 Vereinsmitglieder standen bereits um 6.30 Uhr vor dem Eingang, um zu den ersten Schwimmern der verspäteten Sommer-Saison 2020 zu zählen. Mit einem Lächeln stiegen viele wieder aus dem Becken: „Herrlich“, befand zum Beispiel Hartmut Gröne zu seinem ersten Freibad-Besuch nach der langen Zwangspause. Wenn er mit dem Fahrrad über die Sambatrasse am Neuenhof vorbeigefahren sei, habe er immer sehnsüchtig aufs Becken hinabgeschaut, berichtete der 51-jährige Hahnerberger: „Ich habe das sehr vermisst und mich umso mehr gefreut, heute alle wiederzusehen – das ist ja eine Gemeinschaft hier.“

Zugleich zollte Frühschwimmer Hartmut Gröne dem Freibad-Team des SVN seinen Respekt für die Reparaturarbeiten und die Umsetzung der Corona-Auflagen: „Was die hier hingekriegt haben, ist eine unglaubliche Leistung.“ Dem konnten Oberbürgermeister Andreas Mucke und Sportamtschefin Alexandra Szlagowski nur zustimmen: Zur Wieder-Eröffnung des Dörper Freibades ließen sie sich von SVN-Chef Mischa Göke über die Zwangspause und das Hygienekonzept des Vereinsbades, welches auch in Zusammenarbeit mit dem Sport-und Bäderamt entwickelt worden war, informieren.

Andreas Mucke erinnerte sich dabei auch an seine Studenten-Jahre zurück: Manches Mal habe er damals den Schreibtisch mit der Liegeweise getauscht und im „Neuenhof“ für Klausuren gebüffelt – damals wie heute sei der Fall: „Das ist ein tolles Bad“, so Mucke.

Nichtmitglieder nur tagsüber sowie mit Online-Ticket

Wie bereits berichtet, werden laut des Corona-Konzeptes aktuell nur maximal 600 Badegäste zeitgleich im „Neuenhof“ eingelassen. Dazu hat der SVN drei Besucher-Zeitblöcke eingeführt: Frühblock (6.30 bis 9.15 Uhr) sowie Spätblock (18 bis 21.45 Uhr) sind nur den SVN-Mitgliedern vorbehalten. Tagesgäste sind derweil täglich von 10 bis 17.15 Uhr im Mittelblock willkommen. Sie müssen allerdings zuvor online über wuppertal-live.de eine Eintrittskarte buchen. Der Eintritt (5 Euro für Erwachsene, 3 Euro für Kinder) wird dann mit dem Ticket wie gehabt an der Freibad-Kasse gezahlt.

Sicherlich auch ob des schlechteren Wetters und weil ein Wochentag war der Tagesgäste-Andrang überschaubar: Rund 50 Besucher hatten für den ersten Sommer-Tag 2020 im „Neuenhof“ ein Ticket gebucht. Karten sind übrigens unter anderem auch in der CW-Geschäftsstelle in der Kemmannstraße 6 erhältlich. Mehr Infos unter Telefon (02 02) 40 17 18 oder im Internet unter www.sv-neuenhof.de.


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