22.09.2020, 16.59 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

0 Kommentare

Südstadt: Nazi-Parolen gegrölt, geschlagen und Pkw beschmiert

Artikelfoto

Der Staatsschutz ermittelt nach einer Reihe mutmaßlich rechts motivierter Straftaten, zu denen es am vergangenen Wochenende unter anderem auch in der Südstadt kam. Auftakt war am vergangenen Samstag, 19. September 2020, an der Mainzer Straße: Mehrere Anwohner hatten gegen 23.45 Uhr alkoholisierte Personen gemeldet, die Nazi-Parolen grölten.

Die Polizei rückte mit einem größeren Aufgebot an Einsatzkräften an, die zehn Verdächtige (darunter vier Frauen) antrafen. Gegen die Gruppe wurden Platzverweise sowie eine Strafanzeige wegen Volksverhetzung erteilt. Um 1.10 Uhr wurde die Polizei erneut alarmiert: Im Bereich Kluse war ein 41-Jähriger von hinten niedergeschlagen worden. Zehn Minuten später ging der nächste Anruf bei der Polizei ein: Diesmal war ein 62-Jähriger im Bereich Karlsplatz ebenfalls aus einer Gruppe heraus angegriffen und getreten worden.

Zeugen-Hinweise deuteten auf die Gruppe, welche zuvor an der Mainzer Straße in Erscheinung getreten war. Drei Männer und eine Frau daraus, die vor einer nahen Gaststätte angetroffen worden waren, wurden daher vorläufig festgenommen. Nach den ersten Ermittlungen könnte einer davon, ein 27-jähriger Wuppertaler, für den Angriff am Karlsplatz verantwortlich zu sein.

Gegen die Beschuldigten, die mangels Haftgründen inzwischen aus dem Polizeigewahrsam entlassen wurden, wird wegen des Verdachts der Volksverhetzung, der Sachbeschädigung und der gefährlichen Körperverletzung ermittelt. Im Bereich Ludwigstraße wurden überdies Pkw aufgefunden, die mit Hakenkreuzen beschmiert waren.

Die Opfer der mutmaßlich rechten Schläger wurden nur leicht verletzt.

Lesermeinungen zu diesem Artikel

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Veröffentlichte Kommentare geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Bitte achten Sie bei Ihrer Meinungsäußerung unbedingt auf einen respektvollen Umgang anderen gegenüber. Beleidigungen, werbliche Einträge sowie Kommentare ohne Angabe einer gültigen E-Mail-Adresse werden nicht veröffentlicht.