28.09.2020, 16.47 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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ver.di-Warnstreik: Alle ÖPNV-Räder sollen morgen stillstehen

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Nachdem am heutigen Montag Teile der Wuppertaler Stadtverwaltung bestreikt wurden (die CW berichtete), ruft die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di für den morgigen Dienstag, 29. September 2020, die Beschäftigten der Nahverkehrsunternehmen in ganz Deutschland zu einem ganztägigen Warnstreik auf.

Zumal der Aufruf unter der Überschrift „Alle Räder stehen still!“ steht, gehen die Wuppertaler Stadtwerke (WSW) davon aus, dass die WSW-Beschäftigten dem Warnstreik in großen Teilen folgen werden. Von daher werden morgen wohl keine Busse fahren und auch die WSW-Kundencenter geschlossen bleiben, teilen die WSW mit. Für Störungsfälle in der Versorgung wollen die Stadtwerke aber einen Notdienst gewährleisten. Zudem werden von dem morgigen Streik laut ver.di unter anderem auch die Verkehrsbetriebe in Solingen und Remscheid betroffen sein.

ver.di fordert in dem Tarifkonflikt für die Beschäftigten der Kommunen und ihrer Betriebe 4,8 Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 150 Euro. Für bundesweit 87.000 Beschäftigten im Öffentlichen Personennahverkehr werden überdies bundeseinheitliche Regelungen zur Nachwuchsförderung, zum Urlaub und zum Ausgleich von Überstunden oder auch zu den Zulagen für Schichtdienste gefordet. In NRW will ver.di für die im Land rund 30.000 Beschäftigten im Nahverkehr zudem deutliche Verbesserungen bei den Arbeitszeitregelungen erreichen.

ver.di-Vorsitzender Frank Werneke wird am morgigen Dienstag gegen 9 Uhr im Rahmen einer Kundgebung auf dem Carnaper Platz sprechen.

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