Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

29.09.2020, 19.38 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Susanne Probach: Verabschiedete Ogata-Leiterin „war die Schule“

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Viele, viele gute Wünsche, kleine Präsente und bunte Luftballons ließen den Abschiedsschmerz von Susanne Probach bei dem Fest auf dem Grundschul-Pausenhof „verfliegen“… | Foto: privat

Nach fast 25 Jahren wurde die Mitbegründerin des Offenen Ganztags der Grundschule Küllenhahn in den Ruhestand verabschiedet. Dass die Schule – trotz Corona – eine Feier auf Abstand veranstaltete, bewegte Susanne Probach sehr.

Einstige Eltern ihrer Schützlinge sind mitunter nun schon Großeltern und womöglich gibt es sogar frühere Schützlinge, aus denen mittlerweile „Leute“ geworden sind und die nun ihre Kinder in ihre Hände gaben. Die Rede ist von Susanne Probach: Seit 1996 leitete sie zunächst die „Verlässliche Grundschule“ und anschließend den Offen Ganztag (Ogata) der Grundschule Küllenhahn – nach 24 Jahren ging „die Grundschul-Mutter vom Küllenhahn“ am 18. September 2020 in den Ruhestand.

Abschiedsfest mit Tänzen, Liedern und Aufführungen in der Turnhalle – mit einem „ganz großen Zapfenstreich“ hätte man Susanne Probach sicherlich eigentlich „Adieu “ sagen wollen. Coronabedingt war das zwar nicht möglich, aber Schulverein und Schule legten sich dennoch ins Zeug und machten, was möglich war: Zumal Petrus seinen Teil mit Bilderbuch-Spätsommer-Wetter dazu beitrug, wurde Susanne Probach gemäß der Auflagen „standesgemäß“ „open air“ verabschiedet: Die „Ogata-Mutter“ wurde auf einem „Ehrenstuhl“ platziert, nacheinander defilierten dann alle Klassen einzeln an ihr vorbei.

Zwar durfte coronabedingt nicht gesungen werden, während aus Lautsprechern Lieder erklangen, gab’s von den Kindern aber viele gute Wünsche, bunte Luftballons und zudem wanderten auch zahlreiche nützliche Abschiedspräsente in einen bereit gestellten Koffer: Beutel für einen leckeren Tee, Puzzle-Teilchen oder auch Pflegecreme – Susanne Probach dürfte bestens für den ruhigeren Lebensabschnitt ausgestattet sein…

Über die Aufgabe hinaus für die Schule engagiert

„Sie war unglaublich“, würdigte Schulleiterin Angela Sydow, dass sich die jahrzehntelange Leiterin der Betreuungseinrichtung mit viel Herzblut und Engagement eingebracht habe. Susanne Probach habe über ihre Aufgabe hinaus an der Schulentwicklung mitgewirkt, sie habe mit ihr und dem Lehrerkollegium stets „megatoll“ zusammengearbeitet und dafür gesorgt, dass es den Kindern gut geht, sie habe sich total mit der Schule identifiziert – Angela Sydow abschließend: „Sie war die gute Seele der Schule, sie war die Schule!“

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge erlebte Susanne Probach ihren letzten „Schultag“. Zunächst freut sich die Küllenhahnerin auf all das, für das nun etwas mehr Zeit da sein wird – wie zum Beispiel Reisen außerhalb der Schulferien. Dennoch war viel Wehmut bei ihr im Spiel: Sie habe in den vergangenen fast 25 Jahren sehr viel Freude mit den Ogata-Kindern, aber auch ihrem Team, dem Schulkollegium und nicht zuletzt mit Schulleiterin Angela Sydow gehabt – „das war schon eine gute Zeit und insofern war das ein Abschied mit Tränen“.

Abschiedsfeier unter Auflagen: „Das war sehr bewegend…“

Besonders beeindruckt zeigte sich Susanne Probach auch, dass sich Ogata und Schule zu ihrem Abschied von „Corona“ nicht „ausbremsen“ ließen: „Dass das so vorbereitet worden war, dass trotz Corona alle Schulkinder sich von mir verabschiedeten und so viele nette Worte für mich hatten, das hätte ich nicht gedacht“, zeigte sich Susanne Probach von ihrer Verabschiedung „unter erschwerten Bedingungen“ geradezu berührt: „Das war sehr bewegend…“