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07.10.2020, 11.51 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Erneuter ÖPNV-Warnstreik: Donnerstag fahren wieder keine Busse

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Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hat für den kommenden Donnerstag, 8. Oktober 2020, einen weiteren ÖPNV-Warnstreik angekündigt: Erneut sind dabei die Beschäftigten der nordrhein-westfälischen Nahverkehrsunternehmen sowie in Baden-Württemberg zu einem ganztägigen Ausstand aufgerufen.

Am Dienstag vergangener Woche hatte es bereits einen ganztägigen ÖPNV-Warnstreik gegeben (die CW berichtete). Auch diesmal gehen die Wuppertaler Stadtwerke (WSW) davon aus, dass ihre Belegschaft dem ver.di-Aufruf in großen Teilen folgen und am gesamten Donnerstag somit keine Linienbusse fahren werden. Überdies werden auch in den Kundencentern sehr wahrscheinlich keine Leistungen von WSW mobil angeboten werden können. Für Angelegenheiten der WSW-Energiekunden sollen Stadtwerke-Mitarbeiter aber zur Verfügung stehen.

ver.di fordert in dem laufenden Tarifkonflikt 4,8 Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 150 Euro für die Beschäftigten der Kommunen und ihrer Betriebe. Für die bundesweit 87.000 Beschäftigten im Öffentlichen Personennahverkehr werden überdies bundeseinheitliche Regelungen zu Nachwuchsförderung, Urlaub sowie zum Ausgleich von Überstunden und Schichtdiensten gefordet. In NRW kämpft ver.di für die rund 30.000 Beschäftigten im Nahverkehr zudem um deutliche Verbesserungen bei den Arbeitszeitregelungen.

Da die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) auch nach dem ÖPNV-Warnstreik Ende September keine Bereitschaft zu Verhandlungen über einen bundesweiten Tarifvertrag gezeigt habe, will ver.di die Arbeitgeber mit den neuerlichen Warnstreiks an den Verhandlungstisch bringen.