Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

20.10.2020, 14.36 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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Ab morgen: Maskenpflicht in den Wuppertaler Fußgängerzonen

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| Grafik: Land NRW

Ab dem morgigen Mittwoch, 21. Oktober 2020, ist das Tragen eines Mund-Nasenschutzes auch in den Fußgängerzonen in Barmen und Elberfeld, und hier auch auf der Straße Wall, Pflicht. Zudem dürfen sich in der Öffentlichkeit, also auch in Gaststätten und Restaurants sowie in Geschäften, Kultur- und Freizeiteinrichtungen, ab morgen in Wuppertal nur noch fünf Menschen oder die Angehörigen von maximal zwei Haushalten treffen.

Die entsprechende neue Allgemeinverfügung dazu hat die Stadt gerade eben veröffentlicht. Ab Mitternacht wird diese in Kraft treten. Mit der neuen Verfügung, so erläutert die Stadt, wird eine empfohlene Maßnahme des Landes für Risikogebiete mit einer Corona-Inzidenz über 35 beziehungsweise über 50 Fälle pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen (siehe Grafik) umgesetzt. Die Wuppertal-Inzidenz zu heute betrug 106,20 (die CW berichtete).

Ortsmitte: Keine Maskenpflicht, aber Appell an Verantwortungsbewusstsein

Auf CW-Nachfrage erläutert Stadt-Sprecher Thomas Eiting, dass es in der Cronenberger Ortsmitte keine Maskenpflicht im Freien gibt. Diese gelte nur für als Fußgängerzone ausgeschilderte Bereiche (und den Wall). Eiting unterstrich aber die Empfehlung zum Tragen von Masken im gesamten öffentlichen Raum, insbesondere an solchen Orten, wo der Mindestabstand (teilweise) nicht eingehalten werden kann. Diese Empfehlung gilt überall, natürlich auch für Cronenberg und zum Beispiel die Ortsmitte.

„Es ist jetzt extrem wichtig, die Zahl der Infektionsmöglichkeiten so weit wie möglich einzugrenzen“, sagt derweil Dr. Johannes Slawig, der Leiter des Wuppertaler Krisenstabes, zu den Einschränkungen. Habe ein infizierter Mensch im April vielleicht drei/vier mögliche Kontakte gehabt, so seien es heute fast immer über 20: „Wir stoßen an die Grenzen des Systems der Infektionsverfolgung“, unterstreicht Krisenstab-Leiter Slawig – niemand wolle sich einen erneuten Lockdown vorstellen.

Appell von RKI und Krisenstab-Leiter: Kontakte minimieren & Maske tragen

„Deshalb ist es jetzt wichtiger denn je, dass wir uns selbst beschränken, Kontakte auf ein notwendiges Maß reduzieren und Treffen, die nicht so wichtig sind, auf später verschieben“, appelliert der Krisenstab-Chef eindringlich an die Verantwortung aller Wuppertaler. Dass sich die gesamte Bevölkerung für den Infektionsschutz engagiert, indem sie die Abstands- und Hygieneregeln auch im Freien einhält, Innenräume lüftet und Mund-Nasen-Bedeckungen trägt, dazu ruft auch das Robert-Koch-Institut (RKI) auf.

Vor dem Hintergrund, dass nun auch wieder die Corona-Erkrankungen unter älteren Menschen zunehmen, die häufiger von schweren Verläufen betroffen seien, appelliert das RKI, die Maßnahmen zum Infektionsschutz zu beachten und so eine weitere Ausbreitung Corona-Virus zu verhindern. Weitere Informationen dazu finden sich unter www.rki.de/covid-19.

Verstöße gegen die neuen Auflagen der Wuppertaler Verfügung können mit Bußgeldern bis zu 25.000 Euro geahndet werden. Mehr Infos dazu auf der Stadt-Seite unter www.wuppertal.de.

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