Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

22.10.2020, 14.37 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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Pickverein Grüne Eiche: Christian Nöthen ist Vereinsmeister 2020

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Pick-Vereinsmeister 2020 Christian Nöthen (2.v.r.) mit Vereinschef Friedhelm Ackermann (li.) sowie Vizemeister Dieter Deckert und dem Dritten Stefan Siegler (re.). | Foto: Meinhard Koke

Keine Pick-„Weltmeisterschaft“ und kein Pickfest an Pfingsten – pandemiebedingt musste auch der Pickverein „Grüne Eiche“ in diesem besonderen Jahr kürzertreten. Nach dem Ende des Lockdowns pflegten die Vonkelner Spieler aber zumindest vereinsintern wieder das altbergische Spiel, welches nur noch in der Dörper Hofschaft betrieben wird.

Zumal Picken alles andere als eine Kontaktsportart ist, flogen ab Mitte Mai wieder die Wurfhölzer auf der Pickbahn unter der Grünen Eiche – natürlich auf Abstand und mit Schutzmaske. Obwohl in diesem Jahr kein neuer „Weltmeister“ gekürt wurde, konnte Corona so zumindest nicht die Krönung des vereinsinternen „Pickkönigs“ 2020 verhindern. Christian Nöthen erwies sich bei den wöchentlichen Runden der Vereinsmeisterschaft als besonders „krisenfest“.

Mit insgesamt 72 Punkten „schaukelte“ der Vonkelner Lokalmatador den Sieg nach Hause – natürlich mit der Vereinströphäe, der von Vereinschef Friedhelm Ackermann höchstselbst gestalteten stählernen Pick-Männchen-Skulptur, im Gepäck. Auf Platz 2 mit 69 Pinnen spielte sich bei der denkwürdigen Vereinsmeisterschaft 2020 Dieter Deckert, zwei Punkte dahinter kam Stefan Siegler mit 67 Pinnen auf Platz 3.

Das altbergische Pickspiel

Das Bestehen des Pickvereins Grüne Eiche ist bis 1895 belegt. Damals war Picken im Bergischen ein beliebter Freizeitsport: Schleifer und Hammerschmiede sollen sich in den Pausen, nach Feierabend und an ihren freien Tagen mit dem Spiel die Zeit vertrieben haben. Von den einst mehreren Pickbahnen in Cronenberg und der Region ist die Anlage in Vonkeln die letzte im Bergischen.

Das Picken ähnelt dem Kegeln, hier wird aber keine Kugel gerollt. Vielmehr wird aus etwa acht Metern Entfernung mit einem Wurfholz auf neun Holzpinne geworfen, welche auf einem in die Erde eingelassenen Schleifstein aufgestellt sind. Vor dem kleinen Vorder-Pinn (Kante) ist eine Eisenplatte installiert, die scheppert, wenn sie vom Wurfholz getroffen wird. Ein Treffer zählt erst, wenn der „Kante“-Pinn abgeräumt wurde, ohne dass es gescheppert hat, sprich ohne dass die Eisenplatte getroffen wurde. Mehr Infos zum Pickverein „Grüne Eiche“ sind online unter www.pickverein.de abrufbar.

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