Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

18.12.2020, 14.14 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Bitte um Portogeld-Spenden: CFG-Schüler packen Moria-Pakete

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Die engagierten CFG-Schülerinnen Eva, Leonie, Annamarie, Amelie, Emma und Zerda sowie ihre Lehrerin Manon Ruhmann (4.v.r.) und natürlich auch CFG-Leiter Reinold Mertens (3.v.r.) und Schulassistent Michael Kellersohn (4.v.l.) hoffen, dass ausreichend Porto-Spenden zusammenkommen, um weitere Pakete nach Moria schicken zu können. | Foto: Meinhard Koke

Normalerweise würden Eva, Leonie, Annamarie, Amelie, Emma und Zerda in diesem Schuljahr wöchentlich eine Doppelstunde bei der Lebenshilfe, in einem Altenheim, einem Krankenhaus oder Kindergarten engagiert Praxisluft schnuppern – im Rahmen ihres Wahl-Projektes „Soziale Verantwortung“. Doch was ist schon in diesem Jahr normal…?!

Auf jeden Fall nicht alle Projekte, mit denen sich die jeweiligen Q1-Schüler des Carl-Fuhlrott-Gymnasiums (CFG) während ihres elften Schuljahres beschäftigen. Eva, Leonie, Annamarie & Co. konnten jedenfalls coronabedingt nicht ins Altenheim, Krankenhaus & Co. „ausschwärmen“ – seiner „sozialen Verantwortung“ stellte sich das CFG-Sextett von Religionslehrerin Manon Ruhmann dennoch. Inspiriert durch einen „Fluchtraum“, den das Fuhlrott-Gymnasiums zeitweilig zum Thema „Flucht“, und so auch zum Geflüchteten-Lager Moria auf Lesbos, eingerichtet hatte sowie die Hilfsaktion des Vereins „Hoffnung leben“ starteten die 16- beziehungsweise 17-Jährigen einen Aufruf.

Viele Sachspenden: Tolle Resonanz in Schulgemeinde

Sie gingen durch alle Klassen und baten ihre Mitschüler und deren Eltern um Sachspenden wie Kleidung, Schuhe, Hygieneartikel oder auch Windeln und Spielzeug für die Wuppertaler Tafel sowie für die Bedürftigen im Geflüchtetenlager Moria. Der völlig überfüllte Brennpunkt ist zwar aktuell wieder aus den Schlagzeilen verschwunden, unvermindert herrscht hier aber große Not. Das Ergebnis überwältigte die Gymnasiastinnen: Es kamen so viele Spenden zusammen, darunter auch zahlreiche neu gekaufte Dinge, wie CFG-Lehrerin Manon Ruhmann betont, dass das „berühmte“ Organisationstalent von Michael Kellersohn bemüht werden musste.

Der Schul-Assistent des CFG „organisierte“ eine Räumlichkeit im Schulzentrum, um die Sachspenden einzulagern – von hier aus gingen letzte Woche schon 25 Kartons raus an die Tafel. Zudem sind auch sieben Pakete in Richtung Lesbos unterwegs – das Paket-Porto in Höhe von 23 Euro pro Paket zahlten die CFG-Schülerinnen aus der eigenen Tasche. 15 weitere Pakete haben sie bereits in ihren Pausen und der Freizeit gepackt, etwa 40 Pakete mehr könnten geschnürt werden, nur: Woher das Porto-Geld dafür nehmen?

Daher starten Eva, Leonie, Annamarie, Amelie, Emma und Zerda einen Aufruf an die CW-Leserschaft und bitten um Spenden für das Pakete-Porto. „Wir sind überwältigt von eurer / Ihrer Spendenbereitschaft“, hat das CFG-Sextett auf der Online-Seite der Schule bereits „ein großes Dankeschön“ an Schüler, Eltern und Lehrer gerichtet – mal schauen, ob ein solches auch an die CW-Leser gehen kann…?

Spenden und Infos

Wer ebenfalls etwas soziale Verantwortung übernehmen möchte, kann eine Porto-Spende auf das Konto des „Vereins der Freunde des CFG“ mit der IBAN DE33 3305 0000 0000 2438 32 einzahlen (bitte mit dem Stichwort „Moria“). Mehr Infos zu der Hilfsinitiative „Hoffnung leben e.V.“ gibt es online unter www.hoffnung-leben-ev.org.