Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

22.12.2020, 16.15 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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Trotz aller Appelle: Masken-Ansturm auf Cronenberger Apotheken

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Unter anderem auch vor der „Dorper Apotheke“ bildete sich am ersten Tag der Ausgabe von FFP2-Masken eine Schlange von Kunden. | Foto: Meinhard Koke

Am Dienstag letzter Woche, 15. Dezember 2020, begann bundesweit in den Apotheken die kostenlose Verteilung von FFP2-Masken an Risiko-Personen. Entsprechend einer Verordnung der Bundesregierung erhalten Risikopatienten und Personen über 60 Jahre kostenlos FFP2-Masken – bis zum Jahresende soll jeder Bezugsberechtigte jeweils drei Masken bekommen haben.

Da die Apotheken befürchteten, dass es einen Ansturm auf sie geben könnte, hatte die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände e.V. (ABDA) vorab appelliert, nicht bereits an den Start-Tagen die Apotheken zu „stürmen“. Dieser Appell verhallte ganz offenbar zumindest in Cronenberg: Wie ein Rundruf bei den vier Apotheken im CW-Land ergab, erlebten sie alle einen Ansturm.

So zum Beispiel die Hahnerberg-Apotheke, allerdings hatte Mitarbeiterin Nadja Köster sogar „noch Schlimmeres erwartet“. In der Amboß-Apotheke trat das offenbar ein: „Wahnsinn“, meinte eine Mitarbeiterin von der Hauptstraße 53 kurz: „Ohne Worte!“ Der Vorab-Appell sei verraucht, stellte Apotheker Markus Hausmann fest: „Das war schon irre“ – zum Glück habe man den Andrang über die beiden Eingänge steuern können.

Kaum Zeit, um auf die CW-Nachfragen zu antworten, war in der Dorper Apotheke: „Stressig“, lautete von hier „auf die Schnelle“ die Antwort zum Stand der Dinge – dann musst der Ansturm auch an der Hauptstraße 12 weiter abgearbeitet werden…„Gestern schlimm – heute schlimm“, hieß es derweil von der Löwen-Apotheke: „Am Limit“, so fasste Mitarbeiterin Heide Dautzenberg die Lage in der Apotheke an der Hauptstraße 30 zusammen.

Im Frühjahr 2021: Zwölf weitere Masken über Bezugsscheine

Auch Dr. Klaus Quinke, der Vorsitzende der Wuppertaler Apotheker-Vereinigung, hatte bei der Vorstellung des Wuppertaler Impfzentrums (die CW berichtete) dazu aufgerufen, unbedingt die „Stamm-Apotheke“ wegen der Masken aufzusuchen. Diese haben nämlich entsprechend ihrer jeweils üblichen Kundenzahl FFP2-Masken geordert. Zur Abholung können übrigens auch Vertreter bevollmächtigt werden.

In einer zweiten Ausgabewelle sollen Masken ab 6. Januar 2021 geordneter per Bezugsschein geregelt werden: Die Patienten werden Scheine für weitere zwölf Masken dann über ihre Krankenkassen erhalten. Bei Vorlage soll in der Apotheke dann ein Eigenanteil von je zwei Euro pro sechs Masken fällig werden.

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