Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

02.02.2021, 16.33 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

„Lockdown-Challenge“: Das CFG läuft nach Rom – und zurück!

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Referendarin Sandra Steltenkamp (re.), welche die Lauf-Challenge am Carl-Fuhlrott-Gymnasium initiieret hat, schnürt auch selbst die Schuhe – und unter anderem auch die Schüler Oliver (re., 6a) und Jannik Schwarzbach (li.,Q1) mit ihrem Vater (Foto li.) machen mit und erlaufen „Rom-Kilometer. | Fotos: privat

Nein, man muss den Lockdown nicht Chips essend auf dem Sofa zubringen, wie es ein Werbevideo der Bundesregierung propagiert. Wie zahlreiche virtuelle Angebote, so zum Beispiel des Gesundheitsstudios „FÜHLBAR fit“ oder auch von Mrs.Sporty Cronenberg, deutlich machen, kann man auf Abstand dennoch „im Training“ bleiben. Weiteres Beispiel ist die Lauf-Challenge am Carl-Fuhlrott-Gymnasium (CFG): Seit dem 22. Januar 2021 ist die Schulgemeinde auf dem Weg nach Rom und wieder zurück.

Initiatorin Sandra Steltenkamp ist durch ähnliche Challenges an anderen Schulen auf die Idee dazu gekommen: „Wir sind alle zu Hause und bewegen uns wenig, da wollen wir einen Anreiz setzen, gemeinschaftlich etwas auf Abstand zu machen“, erläutert die 31-jährige Referendarin ihre Initiative zu der Lauf-Challenge. Wobei: Dabei geht es nicht nur ums Laufen, man kann seine Kilometer auch erwandern oder bei einem Schnee-Spaziergang „einfahren“, betont die angehende Lehrerin in den Fächern Sport und Kunst. Das primäre Ziel sei auch nicht die eigene Laufleistung oder Geschwindigkeit.

„Dass wir alle gemeinschaftlich etwas erreichen und vor allem möglichst viele Menschen unserer Schulgemeinschaft einen zusätzlichen Anreiz haben, in diesen Zeiten von Homeoffice und Online-Unterricht noch mal einen Schritt mehr nach draußen in die Natur zu machen und sich sportlich zu betätigen“, beschreibt Sandra Steltenkamp vielmehr als Hauptanliegen der CFG-Challenge. Insofern sind auch nicht nur Schüler und Lehrer zum Mitmachen eingeladen, auch die Eltern oder Mitglieder des Ehemaligen-Vereins können sich mit auf den Weg nach Rom machen.

Die nächste „Lockdown-Challenge“: Einmal rund um die Welt?

Die Einladung kommt offenbar an: Bereits übers Start-Wochenende waren mehr als 800 Team-Kilometer geschafft und man war in Südtirol angekommen. Nach nur vier Tagen dann hatten die CFG-Läufer bereits die ewige Stadt erreicht: „Eine beeindruckende Strecke für die erst fünf aktiven Tage“, bilanzierte Sandra Steltenkamp: „Ich hätte nicht gedacht, dass das so große Kreise zieht.“ Stand 26. Januar hatten sich 266 Teilnehmer aus der Schulgemeinde des CFG angemeldet und 1.135 Kilometer absolviert. Obwohl verletzungsbedingt gehandicapt, hatte die CFG-Referendarin da 42 Kilometer beigetragen: „Ich gebe mein Bestes“, so die 31-Jährige zur CW.

Bei Redaktionsschluss zu unserer letzten Print-Ausgabe am 28. Januar war die Küllenhahner Schul-Challenge waren 2.053 Kilometer erreicht – das Ziel, die rund 2.800 Kilometer hin und zurück in zehn Tagen zu schaffen, war also mehr als voll im Soll, konnte Sandra Steltenkamp zwischenbilanzieren. Und daher denkt sie bereits an die nächste bewegte Challenge: Wenn die CFGler im Lockdown so „beweglich“ sind, so der Gedanke der Referendarin, dann könnte man sich ja im Anschluss nochmals aufmachen – und zwar rund um die Welt!

Nach der zwischenzeitlich beendeten Rom-Tour hätten die Küllenhahner dazu ja schon etwa 2.800 von rund 26.000 Kilometern in der Tasche…!