Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

08.02.2021, 15.36 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Trotz Eis & Schnee: Hochbetrieb im Wuppertaler Impfzentrum

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Marlis Tischer (li.), die erste Wuppertalerin, die im Impfzentrum am Freudenberg ihre Coronaschutz-Erstimpfung erhielt, mit einer DRK-Mitarbeiterin des Überwachungsbereiches, in dem man im Anschluss an die Impfungen Platz nimmt. | Foto: Meinhard Koke

Das ist Marlis Tischer: Die 81-Jährige war heute Mittag, 8. Februar 2021, die allererste Wuppertalerin, die im Impfzentrum am Freudenberg ihre Coronaschutz-Erstimpfung erhielt. „Ich hab’s gar nicht gemerkt“, versicherte die Wichlinghauserin im Anschluss, als sie im Überwachungsbereich zur Beobachtung Platz genommen hatte.

Wie berichtet, war das Impfzentrum bereits Mitte Dezember fertiggestellt worden. Zunächst war der Impfstart für die Ü-80-Wuppertaler hier für den 1. Februar vorgesehen. Wegen einer produktionsbedingten Verknappung des BioNTech-Impfstoffes war die Betriebsaufnahme dann kurzfristig um eine Woche verschoben worden. Zuvor waren ab 27. Dezember die Bewohner und Mitarbeiter der Wuppertaler Alten- und Pflegeheime durchgeimpft worden.

Für Marlis Tischer war es nach eigenen Worten überhaupt keine Frage, ob sie sich impfen lassen würde: „Ich möchte ja noch was vom Leben haben“, unterstrich die Seniorin, dass sie überhaupt nicht überlegt habe, ob sie an der Impf-Kampagne teilnehmen würde. Mit dem Ablauf im Impfzentrum zeigte sie sich vollauf zufrieden: „Schön warm ist es hier“, befand die Seniorin – allerdings hatte sie auch einen Seitenhieb an die EU-Impfstoff-Koordination „auf Lager“: Ein bisschen spät sei man mit der Impf-Kampagne dran, fand Marlis Tischer: „Das hätte früher sein müssen.“

Nun hofft die Wuppertalerin, dass sie sich nach ihrer Schlussimpfung in drei Wochen vielleicht bald wieder mit ihren Freundinnen treffen kann – das gemeinsame Kaffeetrinken vermisse sie doch sehr, sagte Marlis Tischer.