Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

16.02.2021, 11.42 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

FBR: Mit „Top-Performance“ beim Sparkassen-Planspiel Börse

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Die „Planspiel-Chaotinnen“ Lena Schulz, Ece Karakas, Lena Bergmann und Linda Krebs von der Friedrich-Bayer-Realschule mit ihren ebenfalls erfolgreichen Lehrerinnen Nicola Huhn (li.) und Veronika Simon (2.v.l.), die sich beide beim Planspiel Börse Erstplatzierungen „einhandelten“. | Foto: Meinhard Koke

Obwohl mitten in der Krise: Anfang Januar erreichte der deutsche Börsen-Index Dax mit über 14.000 Punkten sein bisheriges Allzeit-Hoch. Einen Boom erlebten auch die „Trader“ der Friedrich-Bayer-Realschule (FBR): Beim neuesten Planspiel Börse der Wuppertaler Stadtsparkasse zeigten vier der insgesamt 15 FBR-Teams eine Top-Performance und holten drei Siege und einen vierten Platz an den Jung-Stilling-Weg.

Bei dem alljährlichen Börsen-Wettbewerb der Sparkassen erhalten alle Teilnehmenden beziehungsweise jedes Team ein Depot mit einem virtuellem Startkapital von 50.000 beziehungsweise 100.000 Euro. Drei Monate lang können die „Börsianer“ dann damit spekulieren, jedes Depot wird in den Kategorien „Gesamtgewinn“ und „Nachhaltigkeit“ bewertet. Ihrem Team-Namen machten dabei die „Chaoten“ alles andere als Ehre: Die vier Zehntklässlerinnen der Bayer-Realschule erzielten nicht nur einen Gesamtertrag von rund 3.200 Euro.

Sie erwirtschafteten nicht zuletzt dank eines guten Näschens beim Spekulieren mit Tesla-Aktien auch einen Nachhaltigkeitsertrag von rund 4.700 Euro – damit spielten sich die FBR-Chaotinnen in der Kategorie Nachhaltig auf Platz 4. Ein Preisgeld von 200 Euro gab’s dafür für Lena, Ece, Lena und Linda – es wird damit nicht spekuliert, sondern aufgeteilt und gespart, versicherte das FBR-Quartett. Mehr Preisgeld weniger aufteilen musste derweil das Zweier-Team „Janne & Nick“.

Auf Bundeshilfe gesetzt und guten Riecher gehabt

Das FBR-Duo bewies sogar den nachhaltigsten Aktienriecher und spekulierte sich in dieser Kategorie auf den Wuppertaler Siegerplatz – ihre 500 Euro Belohnung für Platz 1 müssen „Janne & Nick“ nur halbieren. Überhaupt nicht teilen müssen derweil Nicola Huhn und Veronika Simon: Die beiden Leiterinnen der FBR-Fachschaft „Sozialwissenschaften“, welche alljährlich das Planspiel Börse für die Sowi-Schüler der FBR-Jahrgangsstufen 9 und 10 anbietet, beteiligten sich auch selbst – und zwar jeweils in Einzelteams. Und dabei bewiesen auch die beiden Börsen-Expertinnen der Küllenhahner Realschule eine Top-Performance.

Während Nicola Huhn in der Lehrer-Kategorie „Nachhaltigkeit“ Platz 1 errang, machte FBR-Kollegin Veronika Simon ihr den Wuppertal-Sieg in der Gesamtwertung nach. Die Erfolgsstrategien der beiden FBR-Lehrerinnen waren dabei durchaus unterschiedlich: Nicola Huhn setzte auf eine breite Streuung und eher konservative Werte, Veronika Simon ging indes mit Invests in TUI oder Lufthansa eher auf Risiko. Sie spekulierte auf Finanzhilfen des Bundes – und bewies damit einen guten Riecher…!