Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

16.02.2021, 19.24 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

„wupper-rad“: Kohlfurther Fahrrad-Mekka in der Service-Wüste

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Marco Brenner (hi. mi.), Lebensgefährtin Stefanie Jöcker (re.) und ihr Team der Edmund Czasch GmbH empfehlen sich aus Leidenschaft fürs Radfahren mit ihrer Firma „wupper-rad“ nun auch als Verkäufer und Service-Dienstleister rund um gebrauchte Fahrräder, Pedelecs und E-Bikes. | Foto: Meinhard Koke

Wochenend’ und endlich mal wieder Sonnenschein, wer da am vergangenen Wochenende draußen war, war alles andere als allein: In Scharen zog es die Menschen ins Freie. Und zwar auch auf dem Fahrrad: Die Corona-Krise hat den Rad-Boom verstärkt – selbst im Schnee! Laut Zweirad-Industrie-Verband wurden im ersten Halbjahr 2020 rund 10 Prozent mehr Fahrräder verkauft, Händler waren bei bestimmten Modellen oder auch E-Bikes zeitweise ausverkauft, beim Fahrrad-Hersteller Stevens zum Beispiel kletterten die Orderzahlen laut Deutscher Welle (DW) im Mai auf ein historisches Hoch. Man befinde sich seit Mai in einer Ausverkauf-Situation, berichtete Stevens-Marketingleiter Dohrmann. Und zwar nicht nur beim Verkauf: Auch Ersatzteile seien zeitweise nicht mehr verfügbar, berichtete ein Fahrradhändler der DW.

Marco Brenner: ein leidenschaftlicher Freizeit-Mountainbiker

In diese Bresche wollen Marco Brenner und Stefanie Jöcker springen: Der Unternehmer und seine Lebensgefährtin haben „wupper-rad“ gegründet. In den Räumlichkeiten ihrer Metallfirma an der Kohlfurther Brücke 43a wartet „wupper-rad“ mit dem An- und Verkauf von gebrauchten Fahrrädern, E-Bikes und Pedelecs sowie einem Wohlfühl-Wartungsservice auf – bis hin zum Abhol- und Lieferservice. Marco Brenner ist nicht nur in vierter Familien-Generation Inhaber der seit über 100 Jahren bestehenden Traditionsfirma Edmund Czasch GmbH. Marco Brenner ist auch Hobby-Biker.

Seit Kindesbeinen sitzt der 57-Jährige auf dem Zweirad, jeden Tag schwingt er sich auf sein Mountainbike und fährt durch die Umgebung – seit Kurzem per E-Bike, mit 57 Jahren sei er alt genug für den Umstieg, schmunzelt der Leidenschaft-Radfahrer. Und insofern weiß Marco Brenner auch um den Boom und die Engpässe auf dem Zweirad-Markt. Zumal Mitarbeiter Peer Kremer ebenfalls begeisterter Hobby-Mountainbiker ist und sogar an Wettbewerben teilnimmt, kam die Idee: Warum aus der Leidenschaft nicht ein zusätzliches Standbein machen? „wupper-rad“ setzt aber nicht auf den Verkauf von Neu-Fahrrädern: Um das Radfahren auf Markenrädern, die locker viele tausend Euro kosten können, erschwinglich zu machen, hat sich Marco Brenner auf den An- und Verkauf von gebrauchten Marken-Fahrrädern spezialisiert.

Gebraucht wie neu: Erschwingliche Schnäppchen bei „wupper-rad“

Schon nach einem Jahr liegt der Wertverfall eines Rades bei etwa 40 Prozent, weiß der Kohlfurther – „wupper-rad“ hält Ausschau nach Gelegenheiten, kauft sie an, macht sie in der hauseigenen Werkstatt gründlich fit und bietet sie dann grunderneuert zum Verkauf an. Fahrräder, die vor ein, zwei, drei,… Jahren noch stolze 5.000 Euro kosteten, gibt’s an der Kohlfurther Brücke 43a auf diese Weise für einen erschwinglichen Preis. Wer nicht unbedingt ein Neu-Rad braucht, kann bei „wupper-rad“ manches Schnäppchen machen: „Kappes haben wir nicht“, betont Marco Brenner.

Service und Verkauf mit „bergischer Handschlag-Garantie“

Dafür verbürgt sich auch der Reparatur- und Wartungs-Service von „wupper-rad“: „Jeder fährt Rad, aber keiner wartet und repariert sie“, weiß Marco Brenner, dass man mitunter Wochen auf einen Termin warten muss. Bei „wupper-rad“ läuft es anders: Nach einer 40-Punkte-Checkliste des Deutschen Zweiradmechaniker-Handwerks werden in der Werkstatt von Marco Brenner alle Räder auf Herz und Nieren geprüft und fit gemacht sowie auch die Akkus von E-Rädern gecheckt. „Auf uns kann man sich verlassen – wenn wir fertig sind, ist das Rad wieder top“, verspricht Marco Brenner und fügt an: „Bei uns gilt die bergische Handschlag-Garantie“ – und das heißt ja was in Cronenberg…!

Abholservice, Kontakt & Infos

i-Tüpfelchen des Wohlfühl-Services von „wupper-rad“ ist der Abhol- und Lieferservice: Wer keine Lust hat, sein Rad an die Kohlfurther Brücke zu bringen, oder wer sich sein Auto nicht schmutzig machen will beziehungsweise sein Farrad nicht ins Kfz kriegt, kann es durch Marco Brenner abholen und wieder bringen lassen – 10 Euro kostet das pro Fahrt in einem 10-Kilometer-Umkreis. Geöffnet ist „wupper-rad“ an der Kohlfurther Brücke 43a (Einfahrt gegenüber Kfz-Prüfstelle Peter Jöker) montags bis donnerstags von 8 bis 13 Uhr sowie 14 bis 16 Uhr, freitags von 8 bis 13 Uhr sowie samstags von 9 bis 13 Uhr und nach telefonischer Absprache. Coronabedingt erfolgen Beratung und Verkauf aktuell kontaktlos!

Mehr Infos zu „wupper-rad“ sowie Service-Termine gibt es unter Telefon (02 02) 47 44 85 oder mobil unter 01 71 / 308 77 17.