Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

06.03.2021, 17.59 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Februar-Bilanz: Infektionen weiter gebremst, drastisch weniger Tote

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In den letzten vier Wochen gingen die Infizierten-Zahlen runter und wieder hoch / Corona-Todesfälle sind nach dem traurigen Höchststand im Januar indes drastisch gesunken.

Nach dem drastischen Rückgang der Infektionszahlen im Januar wurde der bis Mitte Februar befristete Lockdown zwar verlängert. In der letzten Februar-Woche allerdings gab es Lockerungen in den Kitas und Schulen, seit Montag dürfen Friseure, Fußpflegepraxen oder auch Gartenmärkte und Sportplätze wieder geöffnet haben. Hat sich das auf das Infektionsgeschehen ausgewirkt – setzte sich der kontinuierliche Rückgang seit Dezember (-5%) sowie im Januar (-37%) dennoch im Februar fort?

Im Februar: 24 Prozent weniger Neuinfizierte

Die Sieben-Tage-Zahl der Neuinfektionen lag zum 4. Februar noch bei 373 Fällen, zu unserem Redaktionsschluss am Donnerstag, 4. März, vermeldete die Stadt 283 Neuinfektionen – das ist ein Minus von 24 Prozent. Entsprechend sank die Wuppertal-Inzidenz: Sie verringerte sich von 105,07 Fällen (4.2.) auf 79,72 Fälle in sieben Tagen pro 100.000 Einwohner am 4. März. Vom Allzeit-Hoch von 243,66 am 23. Dezember ging die Stadt-Inzidenz im Laufe des Februars sogar bis auf 60,85 Fälle (12.2.) zurück.

Dann aber legte sie ein Auf und Ab hin und stieg sogar bis auf 85,07 am Mittwoch, 3. März. Einen konkreten Hintergrund für den Anstieg gab es nicht: Laut Stadt ist zum Beispiel ein Hotspot nicht die Ursache, das Infektionsgeschehen in der Stadt sei vielmehr breit gestreut. Allerdings: Wie die Stadt ebenfalls mitteilte, traten nach der Wiederöffnung von Schulen und Kitas dort direkt erste Corona-Fälle auf – auch mit der britischen Variante, so die Stadt.

Corona-Todesfälle: Um zwei Drittel zum Januar gesunken

Die Zahl der Todesfälle mit/an COVID-19 konnte im Februar drastisch gebremst werden: Die Anzahl der Corona-Toten wuchs in den letzten vier Wochen „nur“ von 341 (4.2.) auf 379 Verstorbene (4.3.). Das sind 38 Corona-Tote in vier Wochen – zur Erinnerung: Allein in der letzten Januar-Woche lag die Zahl der Todesfälle bei 37, im gesamten Januar waren 119 Verstorbene zu beklagen – das war der traurige Monatsrekord seit Pandemie-Ausbruch in Wuppertal. Die deutliche Abnahme bei den Todesfällen dürfte nicht zuletzt mit der Mitte Februar abgeschlossenen Durchimpfung der Bewohner der Wuppertaler Altenheime und dem Beginn der Impfungen der Ü80-Wuppertaler am 8. Februar im Impfzentrum zusammenhängen.

Infizierten-Zahl: Zuwachs im Februar noch weiter gebremst

Nachdem die Zahl aller bestätigten COVID-19-Infizierten seit Ausbruch der Pandemie am 4. Februar bei 12.074 Wuppertalern lag, betrug sie zum gestrigen 4. März insgesamt 13.078 Wuppertaler. Davon 12.197 Personen sind zwischenzeitlich genesen. Der Infizierten-Zuwachs lag im Februar nur noch bei rund 8 Prozent – zum Vergleich: Im Januar wuchs die Infiziertenzahl noch um 22 Prozent, im Dezember um rund 40 Prozent und im November sogar um rund 85 Prozent. Ebenfalls hat sich die Anzahl der Quarantäne-Fälle von 1.379 Personen (4.2.) auf 1.147 Quarantäne-Fälle (4.3.) verringert.

Wochenbilanz: Wieder ein Anstieg

Laut des Stadt-Updates zum 4. März stieg die Zahl der aktuell Corona-Infizierten in Wuppertal im Laufe der Woche auf 502 (25.2.: 441). Die Neuinfektionen in sieben Tagen stiegen zum 4. März auf 283 (25.2.: 262), die Wuppertal-Inzidenz erhöhte sich dadurch auf 79,72 (25.2.: 73,80). Die Anzahl der Todesfälle mit/an Corona stieg im Laufe der Woche um sechs Verstorbene auf insgesamt 379 (373) – im Vergleich zur Vorwoche, als zehn Todesfälle zu beklagen waren, ist das also ein erneuter Rückgang.