Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

31.03.2021, 17.03 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Neue „Überraschung“: Berghauser Schul-Sanierung dauert länger

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Die Sanierungsarbeiten an der ehemaligen Schule Berghauser Straße gehen in die Verlängerung: Sah der letzte Zeitplan vor, dass die 750.000 Euro teure Dachsanierung im Februar abgeschlossen sein sollten, so peilt das städtische Gebäudemanagement Wuppertal (GMW) nun den Mai für die Fertigstellung an.

Grund der neuerlichen Verzögerung: Bei der Dachsanierung des denkmalgeschützten Altbaus an der Berghauser Straße 45 wurde entdeckt, dass die Holzschalung eines Ziergiebels morsch ist: „Die gesamte Konstruktion muss erneuert werden“, berichtet der zuständige GMW-Produktmanager Thomas Lehn: „Um wie viel sich dadurch die bisher angesetzten Kosten von 750.000 Euro für die Dachsanierung erhöhen, wird zurzeit noch berechnet.“ Im vergangenen Jahr hatte die Stadt bereits 250.000 für eine Asbest-Sanierung in das rund 110 Jahre alte Gebäude gesteckt.

Trotz Eine-Million-Sanierung: Gebäude nicht nutzbar
Die Stadt will den denkmalgeschützten Schulbau abstoßen, Bezirksvertretung Cronenberg und die AG „Die Cronenberger“ aus den vier Dörper Bürgervereinen kämpfen jedoch gegen den Verkauf und wollen die Berghauser Schule als öffentliches Gebäude für den Stadtteil erhalten. Wie die Stadt nun mitteilt, wird das Gebäude trotz der insgesamt mindestens eine Million Euro teuren Sanierungen dennoch stark sanierungsbedürftig bleiben. Bis auf die kleine Turnhalle im Untergeschoss könne der Bau nicht mehr genutzt werden.

Konzept für neue FFC-Wache in diesem Jahr
Solange aber eine künftige Nutzung nicht feststeht, hält die Stadt die Planung weiterer Maßnahmen für nicht sinnvoll. Ein eigentlich fürs Frühjahr 2020 geplanter öffentlicher Workshop zu möglichen Nutzungen konnte coronabedingt bisher nicht stattfinden. Dafür will das Gebäudemanagement in diesem Jahr ein Konzept dazu vorlegen, wie ein Neubau der Feuerwache Cronenberg auf dem Schulareal an der Berghauser Straße realisiert werden kann.

Kein Schulbedarf: Absage an Turnhalle
Hierzu müsste ein Anbau der ehemaligen Schule abgerissen werden. Die Klärung denkmalrechtlicher Fragen dazu steht aber noch aus. Der Cronenberger Forderung zum Bau einer Turnhalle auf dem Schul-Areal erteilt die Stadt indirekt eine Absage: Die Realisierungschance dieses Wunsches hänge vor allem vom Bedarf für den Schulsport ab, heißt es zwar in einer Mitteilung der Stadt.

Bislang hatte die Stadt aber stets verneint, dass es in Cronenberg gegenwärtig einen schulischen Bedarf für den Neubau einer Sporthalle gebe.