Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

03.05.2021, 14.32 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Ortskernplanung: Dezernent Minas bedauert Versäumnis in der BV

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Geschäftsbereichsleiter Arno Minas (li.) während der April-Sitzung im Wuppertaler Ratssaal, welche von Vize-Bezirksbürgermeisterin Regina Orth (Grüne, 2.v.r.) geleitet wurde. | Foto: Meinhard Koke

Dass in der März-Sitzung der Bezirksvertretung (BV) ein Sachstandsbericht der Stadtverwaltung zur Ortskernplanung ausblieb, hatte für deutliche Kritik von Bezirksbürgermeisterin Miriam Scherff (SPD) und des Cronenberger Heimat- und Bürgervereins (CHBV) am zuständigen Arno Minas gesorgt (die CW berichtete). Während Bürgermeisterin Scherff sich „ein bisschen veräppelt“ fühlte, zeigte sich der CHBV in einem offenen Brief an Oberbürgermeister Uwe Schneidewind und Dezernent Minas „mehr als enttäuscht“: Cronenberger Projekte würden „nicht mit der dafür notwendigen Priorität und Konsequenz behandelt“, kritisierte der Bürgerverein.

In der pandemiebedingt verkürzten April-Sitzung der BV äußerte der Geschäftsbereichsleiter für Wirtschaft, Stadtentwicklung, Klimaschutz, Bauen und Recht nun sein Bedauern, dass die Berichterstattung im März ausgeblieben war: Das sei einem „internen Kommunikationsproblem“ in seinem Dezernat geschuldet gewesen, sagte Arno Minas am 28. April 2021 im Barmer Ratssaal, man hätte den BV-Termin schlicht „nicht auf dem Schirm“ gehabt: „Wir haben Sie nicht verprellen wollen“, unterstrich der Dezernent, „das war kein böser Wille“.

In der Sache erläuterte Rüdiger Bleck, der Ressortleiter für Stadtentwicklung und Städtebau, die „Roadmap“ für die Ortskernplanung: Demnach sind für die beiden Schlussquartale des Jahres sowohl eine Verkehrsuntersuchung wie auch eine Bürgerbeteiligung vorgesehen. Unter der Überschrift „Meine Idee für Cronenberg“ können dann Interessierte ihre Vorstellungen für Veränderungen in der Ortsmitte einbringen.

Laut des Fahrplans soll die Bezirksvertretung schließlich im Dezember einen Grundsatzbeschluss treffen. In einem „Cronenbergkonzept“ soll dann eine Festlegung zur Mittelverwendung und anschließend ein Ratsbeschluss dazu erfolgen. Dezernent Minas unterstrich, dass die Bezirksvertretung keine Sorge haben müsse, dass die im Haushalt 2020/21 eingestellten 250.000 Euro für die Ortskernplanung verfallen könnten – übrige Restgelder würden in den nächsten Doppelhaushalt überführt.