Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

28.06.2021, 18.58 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

CFG-Abitur 2021: Happy End nach einem „Hammer-Schuljahr“

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Die Abiturienten 2021 des Carl-Fuhlrott-Gymnasiums beim obigatorischen Gruppenfoto auf der Treppe vor der Historischen Stadthalle Wuppertal. | Foto: Meinhard Koke

Es war wie vor Corona – zumindest von der Location her: Nachdem man im vergangenen Jahr pandemiebedingt in den Düsseldorfer ISS Dome ausgewichen war, konnte die diesjährige Abitur-Feier des Carl-Fuhlrott-Gymnasiums (CFG) wieder im prächtigen Großen Saal der Historischen Stadthalle stattfinden – die rückläufigen Corona-Zahlen machten es möglich.

Dort, wo das Küllenhahner Gymnasium alljährlich seine Absolventen verabschiedet, war indes aber nicht alles wie früher: Im „CFG-Wohnzimmer“ waren lediglich 700 Personen zugelassen, jeder Abiturient durfte nur von den Eltern sowie einem weiteren Gast begleitet werden. Zudem waren aktuelle Negativ-Tests erforderlich – das Virus ist ja (noch) nicht besiegt…! Alles andere als negativ waren indes die Abi-Leistungen des CFG-Jahrgangs 2020/21.

Von den 184 Kandidaten schafften 183 das Abitur, 79 davon erhielten ein Zeugnis mit einer 1 vor dem Komma, 19 darunter schafften sogar eine glatte Eins – „das ist ein Bomben-Jahrgang“, attestierte CFG-Leiter Reinold Mertens seiner Q2, „und das ohne eine Anpassung der Standards“, also ohne einen Corona-Rabatt, unterstrich Mertens. Alles andere als Krise war ganz besonders bei Oskar Riecke angesagt. Der CFG-Absolvent legte „das beste CFG-Abitur ever“ hin: Mit 896 Punkten riss er die bisherige Bestmarke von Samuel Striewski (894) aus dem Jahr 2018 – ausgerechnet im Corona-Jahr!

CFG-Leiter Mertens: „Kein Corona-Abi, sondern ein Prädikats-Abitur…!“

Zwar konnten die Fuhlrott-Abiturienten das nicht mit einem rauschenden Ball am Johannisberg feiern. In Eigenregie hatten sie jedoch eine Location in Nächstebreck organisiert, wo sie es im Anschluss „krachen“ ließen – natürlich unter sich, also ohne weitere Gäste. „Es ist unglaublich, was in kurzer Zeit noch alles auf die Beine gestellt wurde“, lobte CFG-Leiter Mertens nicht nur die zweieinhalbstündige Abschlussfeier mit viel Musik, Reden und Bilder-Show in der Stadthalle, sondern auch die Eigeninitiative seiner Abiturienten.

Anders als in einem Lockdown-Clip der Bundesregierung, in dem zum Nichtstun aufgerufen wurde, hätten die CFG-Abiturienten gerade eben nicht nichts getan, sondern ganz viele Kompetenzen erworben, sodass sie deutlich gestärkter auf ihren weiteren Lebensweg gehen würden: „Sie haben kein Corona-Abitur gemacht“, betonte Reinold Mertens: „Das ist ein Prädikats-Abi“ – ein „Hammer-Schuljahr“ mit einem Happy End also!