Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

03.07.2021, 16.37 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

CFG: Fünftklässler bei „märchenhaftem“ Ronsdorf-Projekt dabei

Artikelfoto

Künstlerin Ute scholl-Halbach (2.v.l. vorne) und CFG-Lehrerin Annette Rundnagel (2.v.r. vorne) sowie die Klasse 5a des Carl-Fuhlrott-Gymnasiums mit zwei der märchenhaften Tafeln, welche den Märchen-Erzählpfad in den Ronsdorfer Anlagen schmücken. | Foto: Meinhard Koke

Auch junge Fuhlrott-Gymnasiasten erstellten mit KünstlerinUte Scholl-Halbach Mosaik-Tafeln und sprachen Märchen-Hörspiele für einen „märchenhaften“ Ronsdorfer Pfad ein.

Bei den Südhöhen-Nachbarn in Ronsdorf ist etwas Märchenhaftes entstanden: Nach einer Idee und unter der künstlerischen Leitung von Ute Scholl-Halbach wurde dort ein Märchen-Erzählpfad eingerichtet. In dem Projekt verbinden sich Mosaik-Kunst und Medienarbeit mit der künstlerischen Arbeit von und mit Kindern, darunter auch solchen mit Flucht-Hintergrund.

Mit im Boot war auch die Klasse 5a des Carl-Fuhlrott-Gymnasiums (CFG): So wie alle anderen Teilnehmer-Kinder erstellten auch die Schüler von Klassenlehrerin Annette Rundnagel zusammen mit Künstlerin Ute Scholl-Halbach Mosaikbilder zu Märchen. Dabei hatten sich die CFG-Neuntklässler für die Märchen „Das hässliche Entlein“ und „Ali Baba und die vierzig Räuber“ entschieden. Während die märchenhaften Mosaike in der Werkstatt der Ronsdorfer Künstlerin endgültig aushärteten, fand Teil 2 des Projektes statt: Im Schulzentrum Süd stieg ein Vertonungsworkshop.

Gemeinsam mit einer Medien-Pädagogin des WDR sprachen die Kinder im Alter von 6 bis 14 Jahren die Märchen dabei in verschiedenen Sprachen ein. Nachdem die Mosaiktafeln in den Ronsdorfer Anlagen installiert wurden, können die kleinen und großen Besucher an den jeweiligen Infotafeln QR-Codes einscannen und sich dann die betreffenden Märchen anhören. „Märchen sind meist einfach gestrickt und enthalten klare Botschaften“, erläutert Ute Scholl-Halbach ihre Idee für das Projekt: Kinder lernten in allen Kulturen über Märchenerzählungen – „Märchen stärken Kinder in ihrer Selbstwahrnehmung und regen die Phantasie an“, erklärt die Ronsdorfer Künstlerin weiter, dass Märchen den Kindern eine positive und lebensbejahende Grundeinstellung vermittelten.

Ab heute: Ferienausflug zum Märchenpfad

Insgesamt wurden zwölf bis zu DIN A2 große Mosaik-Tafeln mit Märchenmotiven gestaltet. Die Auswahl der Märchen wurde dabei gemeinsam mit den Kindern festgelegt, wobei: Die Kinder konnten auch Märchen aus ihren Herkunftsländern wählen, die in Deutschlad gar nicht bekannt sind. Vom Motiv-Entwurf bis zur Erstellung der Mosaike waren die Kinder auch in die praktische Umsetzung voll eingebunden: Sie arbeiteten mit Zangen, Hämmern oder Akkuschraubern, rührten Zement an, erlernten die Legetechniken, säuberten und ölten die Steine.

Getragen wird das Projekt von der LAG Kunst und Medien NRW e.V. in Kooperation mit dem jfc Medienzentrum, dem Ronsdorfer Verschönerungsverein sowie der Flüchtlingsinitiative „Willkommen in Ronsdorf“, der evangelischen Kirche, dem Verein „Mit-Menschen Wuppertal e.V.“ und zwei Ronsdorfer Grundschulen. Im Rahmen des Märchen-Pfades hat der Ronsdorfer Verschönerungsverein auch ein kleines Holz-Hexenhaus und einen Brunnen zum Froschkönig-Märchen erstellen lassen.

Die Eröffnung des Märchen-Pfades ist für den heutigen 2. Juli auf dem Spielplatz am Altenheim Friedenshort terminiert. Interessierte sind also ab jetzt herzlich willkommen, einen märchenhaften Ausflug zu den Südhöhen-Nachbarn nach Ronsdorf zu machen!
Mehr Infos gibt es online unter glaskunst-ronsdorf.de.